
Testverfahren der Sonderpädagogik
Author(s) -
Matthias Hesse
Publication year - 2021
Publication title -
#schule verantworten
Language(s) - German
Resource type - Journals
ISSN - 2791-4046
DOI - 10.53349/sv.2021.i3.a134
Subject(s) - humanities , political science , physics , art
Der diesem Artikel vorangestellte Beitrag „Zielbild QMS – Warum evidenzbasiertes Arbeiten und wirkungsorientierte Steuerung in der Sonderpädagogik wichtig sind“ in der „Ausgabe 2021_2“ von #schuleverantworten beschäftigte sich mit dem Ankommen des evidenzbasierten Arbeitens in der österreichischen Schullandschaft, bzw. der Bedeutung empiriegeleitet zu unterrichten und „sich bei der Planung und Gestaltung des Unterrichts auf Daten, als Beobachtungen und andere empirisch feststellbare Indikatoren (z.B. Tests) zu stützen“ (Helmke et al., 2012). Dieser 2. Teil beschäftigt sich ausschließlich mit der Auflistung, Beschreibung und der praktischen Umsetzung, bzw. einer möglichen Implementierung von geeigneten Testinstrumenten zur Evidenzbasierung einer wirkungsorientierten Steuerung und Unterrichtsentwicklung. Eine essentielle Gelingensbedingung für QMS ist nämlich das Vorhandensein und die Kenntnis geeigneter und in den Klassen für Schüler*innen mit SPF einsetzbaren Instrumenten und Testverfahren. Dies gilt insbesondere für die schulische Sonderpädagogik, da in diesem Arbeitsfeld nicht immer klar ist, ob die gebotenen Gütekriterien zur Objektivität, Reliabilität und Validität (Rost, 2013) der zur Anwendung kommenden Tests aufgrund der Heterogenität unserer Schülerschaft stringent gegeben sind und ob ein Referenzrahmen existiert, der Schüler*innen mit einer Lernbehinderung miteinschließt, bzw. berücksichtigt. Die Warnung vor einer stark „leistungs- orientierten Diagnostik“ bleibt vor dem Hintergrund eines „mehrdimensionalen Inklusionsgedanken“ (der die Partizipation, keineswegs eine Leistungssegregation zum Ziel hat) bestehen.