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Bog in bogovi pri Arnobiju
Author(s) -
Aleš Maver
Publication year - 2007
Language(s) - German
Resource type - Journals
ISSN - 2350-4234
DOI - 10.4312/keria.9.1.21-60
Subject(s) - theology , art , physics , philosophy
Der Aufsatz ist der Schrift Adversus nationes des afrikanischen Apologeten Arnobius von Sicca gewidmet. Besonders behandelt wird dabei das Gottheitsbild des Afrikaners, das sehr eigentümliche Züge zeigt.In der Einführung werden zuerst wenige, hauptsächlich von Hieronymus überlieferte Details aus dem Leben des ehemaligen Rhetors geschildert. Dann werden seine wichtigsten (heidnische wie christliche) Quellen, die schon seit langem im Rampenlicht der Forschung stehen, kürzlich erörtert. Dabei wird auch seine fast schon legendäre Unkenntnis der Bibel, besonders des Alten Testaments, erwähnt, die nicht ohne Folgen für sein Werk bleibt. Einige Sätze sind schließlich auch der Rezeption seiner Schrift in späteren Jahrhunderten gewidmet.Den Hauptteil der Abhandlung bildet die Behandlung des Gottheitsbildes bei Arnobius. Es wird hervorgehoben, dass auch in diesem Punkt bei dem Afrikaner keine Systematik erwartet werden darf. Denn sein Hauptanliegen ist, was von manchen Forschern in Vergangenheit verkannt wurde, nicht in erster Linie eine Apologie seines neuen Glaubens, sondern vielmehr eine Abrechnung mit der heidnischen Religion, ganz besonders mit dem heidnischen Gottesdienst. Mit dieser Abrechnung versucht er, die Vorwürfe der heidnischen Umwelt, das Christentum sei an den Unheil in der Welt schuld, zu entschärfen. Demselben Ziel dient auch seine Behauptung, die (wahre) Gottheit kann nicht zornig sein, weshalb er eine starke Trennung zwischen Gott und Menschen schildert und sich dabei sogar auf die Ansichten des Lukrez stützt.Deshalb ist auch seine Anthropologie recht eigentümlich und der Mensch wird in ihr fast vollständig degradiert, was auch eine gute Grundlage für die spätere Demontage der heidnischen Götter im Rahmen einer euchemeristischen Mythenkritik bildet. Was die Existenz der heidnischen Götter betrifft, neigt der Afrikaner der Meinung zu, sie existierten zwar, wurden aber von der höchsten Gottheit geschaffen, und ihr Kultus daher unberechtigt und falsch sei. Um seine radikale Kritik des Heidentums noch zu untermauern, lehnt Arnobius jede Möglichkeit einer allegorischen Mythendeutung kategorisch ab, wobei sein Angriff vor allem neuplatonischen Befürwortern des alten Kultus, wahrscheinlich Porphyrius, gilt.: Einige Überlegungen zum Konstantinbild bei lateinischen christlichen Geschichtsschreibern des 4. und 5. Jahrhundert

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