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Andre Gorz erwidert Edmond Maire: Keine Selbstverwaltung in megatechnologischen Zusammenhängen
Author(s) -
André Gorz
Publication year - 1980
Publication title -
prokla
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 2700-0311
pISSN - 0342-8176
DOI - 10.32387/prokla.v10i41.1584
Subject(s) - philosophy , humanities , theology
Liberation: Wenn man Edmond Maire folgt, erscheint Dir auf einmal der Syndikalismus, die CFDT einbegriffen, unnütz.Gorz: Ich glaube nicht, daß Edmond Maire so über mein Buch denkt. Ich nehme vielmehr an, daß er das taktische Bedürfnis verspürt, sich von Touraine und mir abzugrenzen, zwei Leuten, die ihm immer sehr nahe standen, und die im übrigen nie mit ihrer Unterstützung und Bewunderung der CFDT gespart haben.Liberation: Warum glaubst Du, daß dies nicht seine wirklichen Gedanken sind?Gorz: Unter der Mehrzahl der Leiter der CFDT besteht eine intellektuelle Neugier und ein Geschmack an Ideen, die aus diesen Arbeiterführern Intellektuelle machen. Gleichzeitig sind sie Praktiker. Ich denke, daß Edmond Maire über das Risiko besorgt ist, philosophische Reflektionen über weit in der Zukunft liegende perspektivische Themen könnten die Aktiven von mehr unmittelbaren praktischen Aufgaben abhalten Dieses Risiko liegt stets in der theoretischen Untersuchung; selbst die ganz klassische marxistische Reflektion über die historischen Grenzen des Kapitalismus brachte die Gefahr eines simplen historischen Determinismus, der die direkten Kämpfe erübrigen würde, mit sich.

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