Premium
Untersuchungen über den Pylorospasmus der Säuglinge. 1
Author(s) -
SALMI T.
Publication year - 1937
Publication title -
acta pædiatrica
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.772
H-Index - 115
eISSN - 1651-2227
pISSN - 0803-5253
DOI - 10.1111/j.1651-2227.1937.tb08448.x
Subject(s) - gynecology , medicine , cardiothoracic surgery , abdominal surgery , surgery
Zusammenfassung Die Behandlung des Pylorospasmus ist in der Hauptsache konservativ gewesen, wobei besonders der Gebrauch von Narkoticis im Zusammenhang mit der übrigen Behandlung, die hauptsächlich in kleinen Frauenmilchmahlzeiten bcstand, zur Anwendung gebracht wurde. Als narkotisches Mittel wurden Eclorion suppositorien (Arzneimiftelfabrik Orion) verwendet, die 0.2 Medinal und 0.002 Heroin enthalten. Die Pylorospasmuskinder sind durch Verabreichung von zweimal taglich 1/3—1/2 Eclorionsuppositorien mehrere Wochen lang in leichtem Dämmerschlaf gehalten worden. Hierbei wurde bemerkt, dass das Erbrechen bedeutend geringer wurde. Irgendeine schädliche Wirkung von dem Gebrauch des Dauerschlafes wurde, abgesehen vielleicht von geringfügigen Entziehungserscheinungen beim Fortlassen der Arznei, nicht wahrgenommen. Von den 158 Fällen unseres Materials sind 132 konseruatiu behandelt und 26 operiert worden. Die Operationsindikation ist nicht durch die Schwere des Falles, sondern durch das Temperament des Abteilungarztes hestimmt worden. Die Sterblichkcit hat unter den konservativ Behandelten 8.4 % und unter den Operierten 29.9 % betragen. Die Todesursache haben bei den ersteren ausschliesslich interkurrente Infektionskrankheiten, bei den letzteren wiederum Operationsfolgen (Peritonitis, Blutung, Perforation u.s.w.) gebildet. Demgemäss müssen einerseits der Verhütung von Infektionen und andrerseits der chirurgischen Technik besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Anschliessend weist der Verfasser nach, dass eine konservative Behandlung selbst in den sowohl klinisch wie röntgenologisch allerschwersten Fällen möglich, und dass eine Beurteilung des Falles im voraus zwecks Stellung der Behandlungsindikation und Prognose oft schwierig ist. Nicht einmal die röntgenologische Untersuchung unter Berücksichtigung der Entleerungszeit des Magens gibt in dieser Beziehung eine sichere Antwort. Durch beide Behandlungsmethoden, sowohl die konservative wie die chirurgische, kann nicht nur klinisch beurteilt, sondern auch röntgenologisch betrachtet, ein vorzügliches Endergebnis hinsichtlich der Form und des Entleerungsmechanismm des Magens erzielt werden. Eine ausserordentlich grosse Bedeutung fur das Gelingen der Behandlung kommt der Erfahrung der Pflegerinnen zu.