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Beitrag zur Ökologie und forstlichen Bedeutung bienenwirtschaftlich wichtiger Rindenläuse 1
Author(s) -
Eckloff W.
Publication year - 1972
Publication title -
zeitschrift für angewandte entomologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.795
H-Index - 60
eISSN - 1439-0418
pISSN - 0044-2240
DOI - 10.1111/j.1439-0418.1972.tb02161.x
Subject(s) - honeydew , zoology , botany , horticulture , biology
Studies on ecology and economic significance of Cinara piceicola Choi. (Horn., Lachnidae) . In relation to an almost sufficient supply with mineral nutrients an abundant water‐saturation of the soil furthers the development of lachnids. C. piceicola selects its sucking‐place according to the vitality of the tree: well growing spruces are attacked at the tips of the branches whereas plants of lower growth are attacked at the elder parts. The temperature is of great importance for the amount of honeydew excreted by the lachnids. From 15° C to 25° C the frequence of excretion is doubled. Under calm and constant weather conditions the frequence of honeydew excretion of C. piceicola increases a little in the afternoon and in the evening. Before the beginning of assimilation in the morning the homopters produce similar amounts of honeydew as they do during the day, provided that the temperatures are similar. The deprivation of assimilates by lachnids diminishes the annual growth of the spruce. Investigations on spruces at the age of 16, being hardly attacked by lachnids, proved a diminuation of the seasonal growth up to 38% compared with unattacked trees. Zusammenfassung1 Die Nährelementanalysen der Nadeln ergaben, daß eine reichliche Versorgung der Fichte mit Stickstoff oder Calcium keine notwendige Voraussetzung für die Entwicklung starker Populationen von Cinara piceicola (Chol.) ist. Dies gilt vermutlich auch für andere forstliche Rindenläuse. Einige mögliche Ursachen für die unterschiedliche N‐Aufnahme der Pflanzen an den drei Standorten wurden diskutiert. Es ist nicht auszuschließen, daß auch die Rindenläuse den Stoffwechsel der Fichtenwurzel beeinflussen. 2 Bei knapp ausreichender Mineralsalzversorgung der Fichte wirkt eine gute Wassersättigung des Bodens fördernd auf die Massenentwicklung von Rindenläusen. Hierzu wurden verschiedene physiologische Aspekte, die zum kausalen Verständnis der Zusammenhänge wichtig sind, diskutiert. 3 Eine relativ geringe Lichtversorgung der Fichte wirkt sich nicht nachteilig auf die Populationsentfaltung der Rindenläuse aus. 4 Die Wahl des Saugortes von Cinara piceicola ist abhängig von der Vitalität des Baumes. Fichten mit starkem Zuwachs werden an den Maitrieben, schwächere Pflanzen dagegen an mehrjährigem Holz befallen. 5 Die Temperatur hat einen wesentlichen Einfluß auf die Exkretionsrate der Rindenläuse. Bei 25° C werden etwa doppelt so viele Tropfen abgegeben wie bei 15° C. Dagegen wirken sich direkte Sonneneinstrahlung, Besonnungswechsel und Wind mindernd auf die Tropffrequenz aus. 6 Bei sehr ruhiger und gleichmäßiger Witterung steigt die Tropffrequenz der Lachniden am Nachmittag und Abend etwas an. Noch vor Assimilationsbeginn am Morgen produzieren die Tiere nicht weniger Honigtau als am Tage, vorausgesetzt, die Temperatur sinkt nachts nur wenig ab. Ein ausgeprägtes Exkretionsminimum am Vormittag, wie es L eonhardt in Laborversuchen feststellte, konnte im Freiland nicht nachgewiesen werden. 7 Der Assimilateentzug durch Rindenläuse wirkt sich bei mittelstarkem bis starkem Befall in einer statistisch gut gesicherten Zuwachsminderung der Wirtspflanze aus. An 16jährigen Fichten waren Zuwachsverluste bis zu 38% nachzuweisen.

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