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Zur Problematik eines physiologischen Vitamin‐D‐Depots
Author(s) -
Günther K.,
Tekin C.
Publication year - 1964
Publication title -
zeitschrift für tierphysiologie tierernährung und futtermittelkunde
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.651
H-Index - 56
eISSN - 1439-0396
pISSN - 0044-3565
DOI - 10.1111/j.1439-0396.1964.tb00886.x
Subject(s) - gynecology , ergocalciferol , vitamin , vitamin d and neurology , cholecalciferol , chemistry , medicine , endocrinology , biochemistry
Zusammenfassung Die biologische Bestimmung des Gesamt‐Vitamin‐D‐Gehaltes in der Leber des laktierenden und des männlichen Rindes im hiesigen Klimaraum ünter ublichen Haltungs‐ und Fütterungsbedingungen und seine Differenzierung in die Vitamine Chole‐und Ergocalciferol ergab:1 Sowohl in der Leber der Milchkuh als audi des Bullen kommt zu einem hohen Prozentsatz Vitamin D 3 und nur mit einem kleinen Anteil Vitamin D 2 vor. 2 MengenmäRßig ist in der Leber laktierender Tiere etwa die drei‐ bis fünffache Cholecalciferol‐Menge nachweisbar als in der Leber männlicher Tiere. 3 Der Vitamin‐D 3 ‐Gehalt der Milchkuhleber zeigt erhebliche Schwankungen, die mit der Jahreszeit in Beziehung gebracht werden können. Eine ähnliche Entwicklungstendenz wie in der Ausscheidungsrhythmik über die Milch ist im Gehalt der Leber an diesem Vitamin angedeutet. 4 In der Leber der Milchkuh können gewisse Vitamin‐D 3 ‐Mengen deponiert und wieder mobilisiert werden, die gemessen an der Ausscheidung dieses Vitamins über die Milch gering sind. An Stelle eines vom Vitamin A her bekannten physiologischen Depots kann nur von einem ”Minimaldepot„ gesprochen werden. 5 Dieses ”Minimaldepot„ kann allein die Ausscheidung von Vitamin D 3 über die Milch während der Zeit minimaler UV‐Strahlung bei fehlender peroraler Versorgung nicht erklären.