Premium
Recognition of the Individual Nesting Box in Budgerigars, Melopsittacus undulatus Shaw (Aves, Psittacidae)
Author(s) -
Trillmich Fritz
Publication year - 2010
Publication title -
zeitschrift für tierpsychologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.739
H-Index - 74
eISSN - 1439-0310
pISSN - 0044-3573
DOI - 10.1111/j.1439-0310.1976.tb00952.x
Subject(s) - budgerigar , melopsittacus , nest (protein structural motif) , nesting (process) , humanities , art , nest box , physics , biology , zoology , engineering , mechanical engineering , nuclear magnetic resonance , seasonal breeder
The behaviour of 6 budgerigar ♀♀ at their own nesting box was compared with their first reactions to a strange nesting box at the familiar site. In most cases ♀♀ behaved differently in the two situations. All of 10 ♀♀ preferred a strange nesting box at the familiar site to their own nesting box at a strange site. It is concluded that budgerigar ♀♀ recognize their own individual nesting box but orient predominantly by the nest site. Zusammenfassung Das Verhalten von Wellensittich‐♀♀ gegenüber ihrem eigenen Nistkasten wurde mit ihren ersten Reaktionen auf einen fremden Nistkasten verglichen. Alle ♀♀ schlüpften nach wenigen min in den fremden Nistkasten ein. 3 der 6 Testvögel brauchten aber signifikant länger, bis sie in einen fremden Nistkasten einschlüpften und zeigten noch weitere Verhaltensunterschiede in beiden Situationen. Im Test mit einem teilweise schwarz angemalten Nistkasten zeigten 2 der 3 weniger störungsempfindlichen ♀♀ verändertes Verhalten. Diese Veränderungen im Verhalten werden als Anzeichen für individuelles Erkennen des eigenen Nistkastens gewertet. Alle getesteten ♀♀ zogen einen fremden Nistkasten am gewohnten Platz dem eigenen an einem fremden Platz vor. Wellensittich‐♀♀ können also zwar ihren eigenen Nistkasten erkennen, orientieren sich aber vorwiegend nach dem bekannten Ort und nehmen dort auch fremde Nistkästen an. In 3 Tests suchten ♀♀ ihren eigenen Nistkasten an einem ungewohnten Platz auf, wenn an ihrem gewohnten Platz kein Nistkasten hing. Methodische Probleme, die beim Nachweis individuellen Erkennens mit Sukzessivwahlversuchen auftreten, werden erörtert. Es wird auf den möglichen Anpassungswert von Nest‐, Eier‐ und Jungenerkennen hingewiesen. Miller and Emlen (1975) meinten, daß Möven und Seeschwalben beginnen, fremde Junge zurückzuweisen, sowie sie die Individualmerkmale ihrer eigenen Jungen erlernt haben. Möglicherweise kennen einige dieser Vogelarten ihre Jungen aber schon früher, beginnen jedoch erst dann, Individualmerkmale als wesentlicher zu bewerten als Ortsmerkmale, wenn die Jungen sich vom Platz des Nestes wegbewegen können.