z-logo
Premium
14. Wilfried Stubbe: Die Rolle des Plastoms in der Evolution der Oenotheren *
Publication year - 1963
Publication title -
berichte der deutschen botanischen gesellschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.871
H-Index - 87
eISSN - 1438-8677
pISSN - 0365-9631
DOI - 10.1111/j.1438-8677.1963.tb03005.x
Subject(s) - philosophy
Zusammenfassung In der Evolution der Oeiiotheren spielen mehrere plastoniabhängige Merlimale, die zugleich auch vom Genom kontrolliert werden, eine Rolle. Harnische Beziehungen (Kompatibilität) zwischen Genom und Plastom sind die Voraussetzuiig fur eine iiormale Entwicklung der Plastiden, besoiiders für ihre Differenzierung zu funktionsfähigen Chloroplasten, aber audi für die Entwicklung heterotropher Gewebe, wie z. B. der des Embryos. In der Haplophase hängt die Keimfähigkeit des Pollens vom harmonischen Zusaninieiiwirken des Plastoms mit dem Genom ab, was in der Evolution bei der Ausbildung der Heterogamie in komplexheterozygotischen Arten eine Rolle spielt. Die Unterschiede in der Vermehrungsgeschwindigkeit der Plastiden wirken sich bei gleich guter Ergrünungsfähigkeit der Typen als Plastidenkonkurrenz aus, so daß die sich schneller vermehrende Plastidensorte im Laufe der Evolution die langsamere verdrängt. Berücksichtigt man diese Merkmale bei der Beurteilung der Rolle, die die fünf Wildartenplastome der Euoenotheren im Zusammenwirken init den drei honiozygotischen und drei heterozygotischen Kombinationen der Grundgenotypen A, B, C dieser Untergattung gespielt haben, so läßt sich die in CLELANDGSen otypenstammbaum gegebene Darstellung der Phylogenie der Euoenotheren in manchen Einzelheiten erweitern. Die phylogenetische Entwicklung der Plastome 1äßt sich Schritt für Schritt ziemlich sicher rekonstruieren. Der Deutscheii Forschungsgemeinschaft sind wir fur die ständige Förderung unserer Uiitersuchungen zu großem Dank verpflichtet.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here