z-logo
Premium
29. Arnold Wartenberg: Plasmolyseversuche an geöffneten Pflanzenzellen
Publication year - 1957
Publication title -
berichte der deutschen botanischen gesellschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.871
H-Index - 87
eISSN - 1438-8677
pISSN - 0365-9631
DOI - 10.1111/j.1438-8677.1957.tb01329.x
Subject(s) - microbiology and biotechnology , physics , chemistry , biology
Zusammenfassung Durch Zerschneiden geöffnete, turgeszenzlose Zellen von Allium cepa und Allium porrum (Oberepidermen), von Cladophora, Vaucheria, Zygnema und Hydrodictyon ließen sich in 0,5 vol.‐mol. KCl‐ und Ca(NO3)2‐Lösungen sowie in 1 vol.‐mol. Glukose‐ und Saccharoselösungen plasmolysieren. In gleicher Weise verwundete Zellen der Unterepidermis von Rhoeo discolor konnten hingegen durch diese Lösungen nicht zur Plasmolyse gebracht werden, weil ihr Plasma durch die Verwundung koaguliert war und die Zellen abgestorben waren. Die positiven Plasmolyseorte zeigten sich meist zuerst an den unverletzten Enden der Zellen, bei einigen Objekten auch vorwiegend an den Längswänden. Durch sehr vorsichtiges Zufügen von Regenwasser ließen sich die Plasmolysen bei etlichen Objekten vollständig rückgängig machen. Bei Allium cepa konnte in einem Fall durch erneutes Zugeben von Plasmolyticum ein deplasmolysiertes Zellfragment wieder plasmolysiert werden. Oft quoll das Plasma während der ersten Stadien der Deplasmolyse so stark, daß die Plasmolyse nicht vollständig zurückging, weil die vorläufig noch erhalten gebliebene Struktur des Protoplasten durch das Quellen irreversibel zerstört wurde.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here