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17. Rüdiger Knapp: Über die natürliche Verbreitung von Arnica montana L. und ihre Entwicklungsmöglichkeit auf verschiedenen Böden
Publication year - 1953
Publication title -
berichte der deutschen botanischen gesellschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.871
H-Index - 87
eISSN - 1438-8677
pISSN - 0365-9631
DOI - 10.1111/j.1438-8677.1953.tb00119.x
Subject(s) - chemistry , microbiology and biotechnology , biology
Zusammenfassung Arnica montana kommt in der Natur nur in bestimmten Rasen stark saurer Böden und diesen nahestehenden Pflanzengesellschaften vor. Experimentelle Untersuchungen zeigen dagegen, daß eine Keimung dieser Pflanzenart seihst auf basischen Böden von sehr hohem Kalkgehalt nicht behindert ist. Bei der weiteren Entwicklung kommt es jedoch auf diesen Böden nach vorangegangener Chlorose zu einem allmählichen Absterben, so daß ihr Fehlen dort dadurch erklärt werden kann, daß diese Bodenbedingungen nicht ertragen werden. Jedoch entwickelt sich Arnica montana bei Ausschaltung der Konkurrenz anderer Pflanzen auch auf neutralen, nährstoffreichen Lehmböden gut, auf denen sie in der Natur nie vorkommen würde. Auf sauren Böden wurde bei Keimpflanzen ein stärkeres Wurzelwachstum beobachtet, was zur Erklärung der relativ günstigen Wuchsleistungen auf diesen Standorten beitragen könnte. Das Fehlen von Arnica montana auf neutralen, nährstoffreichen Lehmböden unter natürlichen Bedingungen dürfte auf eine Verdrängung durch Arten zurückzuführen sein, die dort konkurrenzkräftiger sind.