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Evidenz von Silber in der Wundbehandlung – Metaanalyse der klinischen Studien von 2000–2015
Author(s) -
Dissemond Joachim,
Böttrich Johannes Georg,
Braunwarth Horst,
Hilt Jörg,
Wilken Patricia,
Münter KarlChristian
Publication year - 2017
Publication title -
jddg: journal der deutschen dermatologischen gesellschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.463
H-Index - 60
eISSN - 1610-0387
pISSN - 1610-0379
DOI - 10.1111/ddg.13233_g
Subject(s) - gynecology , medicine
Zusammenfassung Hintergrund Da die wissenschaftliche Evidenz für Silber in der Wundbehandlung meist als unzureichend angesehen wird, besteht für die Anwender eine Unsicherheit hinsichtlich des klinischen Einsatzes. Material und Methodik Von einer Expertengruppe wurden die publizierten klinischen Studien zu Silber in der Wundbehandlung für den Zeitraum 2000–2015 ausgewertet. Ergebnisse Es konnten 851 Artikel identifiziert werden, von denen 173 Artikel eingeschlossen und kategorisiert wurden. Hierbei fanden sich 31 randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) und acht Kohortenstudien. Bei 28 dieser Studien fanden sich statistisch signifikante Endparameter zugunsten von Silber. Thematisch waren dies neun Studien zu Verbrennungen, 20 Studien zu anderen Indikationen (9 x Ulcus cruris venosum, 3 x Dekubitus, 2 x chronische Wunde, 1 x diabetisches Fußsyndrom und 5 x andere Wunden), 16 Studien mit dem Parameter Heilung, zwölf Studien bezogen sich auf Lebensqualität inklusive Schmerz, acht Studien mit Kosteneffektivität und drei Studien mit Reduktion der bakteriellen Keimlast. Auf der Basis dieser Ergebnisse wurde ein Behandlungsalgorithmus für Silber in der Wundbehandlung entwickelt. Schlussfolgerungen Diese aktuelle Metaanalyse zeigt, dass die Evidenzlage für Silber in der Wundbehandlung deutlich besser ist, als in der derzeitigen wissenschaftlichen Diskussion wahrgenommen wird. So ergeben sich bei gezieltem und zeitlich begrenztem Einsatz neben den antimikrobiellen Effekten unter anderem auch Hinweise auf eine Verbesserung der Lebensqualität sowie eine gute Kosteneffektivität.

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