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Rückgang nicht‐melanozytärer Hauttumoren nach Umstellung der Immunsuppression auf mTOR‐Inhibitoren bei organtransplantierten Patienten
Author(s) -
Alter Mareike,
Satzger Imke,
Schrem Harald,
Kaltenborn Alexander,
Kapp Alexander,
Gutzmer Ralf
Publication year - 2014
Publication title -
jddg: journal der deutschen dermatologischen gesellschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.463
H-Index - 60
eISSN - 1610-0387
pISSN - 1610-0379
DOI - 10.1111/ddg.12355_suppl
Subject(s) - medicine , gynecology , discovery and development of mtor inhibitors , pi3k/akt/mtor pathway , apoptosis , biochemistry , chemistry
Zusammenfassung Hintergrund Organtransplantierte Patienten entwickeln vermehrt nicht‐melanozytäre Hauttumoren. Aufgrund des multiplen Auftretens und aggressiven Wachstumsverhaltens stellt die chirurgische Therapie oftmals eine Herausforderung dar. Die Umstellung der immunsuppressiven Therapie auf einen mTOR‐Inhibitor kann eine antitumorale Wirkung haben. Patienten und Methodik In einer monozentrischen retrospektiven Erhebung wurden im Zeitraum von 2008 bis 2010 organtransplantierte Patienten erfasst, die sich aufgrund von nicht‐melanozytären Hauttumoren vorgestellt hatten. Erfahrungen mit Patienten, die aufgrund von nicht‐melanozytären Hauttumoren auf eine Therapie mit einem mTOR‐Inhibitor umgestellt wurden, werden detailliert dargestellt und aktuelle Studiendaten dazu zusammengefasst. Ergebnisse Insgesamt wurden 60 organtransplantierte Patienten mit nicht‐melanozytären Hauttumoren erfasst. Aufgrund der Entwicklung von vielen nicht‐melanozytären Hauttumoren innerhalb weniger Jahre wurde die systemische immunsuppressive Therapie bei 7 Patienten auf Everolimus und bei 5 Patienten auf Sirolimus umgestellt. Acht Patienten konnten hinsichtlich der Anzahl neu entstehender nicht‐melanozytärer Hauttumoren nach Umstellung ausgewertet werden, 4 Patienten mussten die neue immunsuppressive Therapie aufgrund verschiedener Nebenwirkungen wieder absetzen. In den 12 Monaten vor Umstellung der Immunsuppression entwickelten die 8 Patienten histologisch gesichert 16 Plattenepithelkarzinome, 3 Basalzellkarzinome und 22 Morbus Bowen. In den 12 Monaten nach Umstellung auf einen mTOR‐Inhibitor war die Zahl der Plattenepithelkarzinome (n = 2) und der Morbus Bowen (n = 3), nicht jedoch die der Basalzellkarzinome (n = 2) signifikant reduziert. Auch 5 kürzlich publizierte prospektiv‐randomisierte Studien konnten ein vermindertes Auftreten nicht‐melanozytärer Hauttumoren nach Umstellung der immunsuppressiven Therapie auf einen mTOR‐Inhibitor bei organtransplantierten Patienten zeigen. Schlussfolgerung Eine Umstellung der immunsuppressiven Therapie auf einen mTOR‐Inhibitor sollte bei organtransplantierten Patienten mit nicht‐melanozytären Hauttumoren diskutiert werden.

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