
CME: Idiopathische intrakranielle Hypertension
Author(s) -
Claudio Togni,
Fabienne C. Fierz,
Heiko Pohl,
Konrad P. Weber,
Susanne Wegener
Publication year - 2022
Publication title -
praxis
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1661-8165
pISSN - 1661-8157
DOI - 10.1024/1661-8157/a003838
Subject(s) - medicine , gynecology , headaches , decongestant , pediatrics , surgery , anesthesia , antihistamine
Zusammenfassung. Die idiopathische intrakranielle Hypertension ist eine sekundäre Kopfschmerzerkrankung und Optikusneuropathie bei erhöhtem intrakraniellem Druck. Sie betrifft vorwiegend adipöse Frauen im gebärfähigen Alter und stellt sowohl diagnostisch als auch therapeutisch eine interdisziplinäre Herausforderung dar. Häufigstes Symptom dieser Erkrankung sind von Photo- und/oder Phonophobie begleitete Kopfschmerzen, die semiologisch oftmals einer Migräne sehr ähnlich sind, gefolgt von transienten visuellen Obskurationen und pulssynchronem Tinnitus. Während dem Erhalt von Visus und Gesichtsfeld die oberste Therapiepriorität zukommt, spielt auch die adäquate Behandlung der oftmals hartnäckigen und chronischen Kopfschmerzen eine zentrale Rolle. Ein konservatives Vorgehen mittels Gewichtsreduktion und medikamentöser Therapie ist in den meisten Fällen ausreichend. Im Falle fulminanter Verläufe oder relevanter Visuseinschränkung kommen zusätzlich interventionelle Verfahren zum Einsatz. Das Management der Kopfschmerzen richtet sich nach der vorherrschenden Semiologie.