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Naturwissenschaftliche Kompetenz in der Grundschule: Effekte von Familienmerkmalen und Klassenkomposition
Author(s) -
Jana Kähler,
Inga Hahn,
Olaf Köller
Publication year - 2023
Publication title -
zeitschrift für pädagogische psychologie
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1664-2910
pISSN - 1010-0652
DOI - 10.1024/1010-0652/a000308
Subject(s) - humanities , political science , gynecology , physics , philosophy , medicine
Zusammenfassung. Im vorliegenden Beitrag wurden anhand der Daten von 6,492 Schülerinnen und Schülern der Startkohorte 2 des Nationalen Bildungspanels (NEPS) die Entwicklung der naturwissenschaftlichen Kompetenz von der 1. bis zur 3. Klasse sowie mögliche Effekte der Klassenkomposition unter Berücksichtigung relevanter Familienmerkmale untersucht. Die Analysen belegen im Mittel einen Zuwachs der naturwissenschaftlichen Kompetenz über zwei Jahre mit einer Effektstärke von d = 1.36. Die Mehrebenenanalysen zeigen darüber hinaus, dass die Ausgangskompetenz in der 1. Klasse (standardisiertes Regressionsgewicht >β = .53) der stärkste Prädiktor für die naturwissenschaftliche Kompetenz in der 3. Klasse ist. Des Weiteren zeigen sich für die Anzahl an Büchern (>β = .05), den sozioökonomischen Status (>β = .06) und die Bildung der Eltern (>β = .09) signifikante Effekte. Auf Klassenebene erweist sich das Ausgangsniveau in der 1. Klasse (>β = .46) als mit Abstand stärkster Prädiktor. Zusätzlich kann ein signifikanter Effekt der sozialen Zusammensetzung der Klasse (>β = –.17) nachgewiesen werden: Schülerinnen und Schüler aus Klassen mit einem höheren Anteil an Kindern mit niedrigem sozioökonomischen Status erreichen einen geringeren Kompetenzzuwachs als Kinder aus Klassen mit einer niedrigeren Anzahl an sozial benachteiligten Kindern. Auch die Anzahl an Stunden von Heimat- und Sachunterricht in den Klassen (>β = .11) hat einen signifikanten Effekt. Demnach trägt mehr naturwissenschaftlicher Unterricht zu einem höheren Wachstum naturwissenschaftlicher Kompetenz bei. Abschließend zeigen Mediationsanalysen signifikant indirekte Effekte über die naturwissenschaftliche Kompetenz in der 1. Klasse. Sozial- und migrationsbedingte Disparitäten ergeben sich demnach bereits in der 1. Klasse und werden über die anfängliche naturwissenschaftliche Kompetenz auf die Kompetenz in der 3. Klasse vermittelt.

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