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Siedlungsrückzug als planerische Strategie zur Reduzierung von Hochwasserrisiken
Author(s) -
Stefan Greiving,
Florian Hurth,
Christina Gollmann,
Madeleine Kirstein,
Mark Fleischhauer,
Andrea Hartz,
Sascha Saad
Publication year - 2018
Publication title -
raumforschung und raumordnung
Language(s) - German
Resource type - Journals
eISSN - 1869-4179
pISSN - 0034-0111
DOI - 10.1007/s13147-018-0533-4
Subject(s) - flood myth , settlement (finance) , spatial planning , context (archaeology) , environmental planning , geography , threatened species , environmental resource management , flooding (psychology) , business , environmental science , archaeology , ecology , psychology , finance , habitat , payment , psychotherapist , biology
Zusammenfassung Gegenwärtig besteht der Beitrag der Raumplanung zum Hochwasserrisikomanagement primär darin, überschwemmungsgefährdete Gebiete von Bebauung frei zu halten. Damit ist jedoch keine Risikoreduzierung verbunden, da die wesentlichen Schadenspotenziale die bereits bebauten Gebiete ausmachen. Sollen Risiken also planerisch wirklich reduziert werden, kommt neben der Bauvorsorge am Objekt nur der proaktive oder reaktive Rückzug von Siedlungen und Infrastrukturen aus den gefährdeten Gebieten in Betracht. Diese Strategie wird im vorliegenden Beitrag untersucht, indem die Rolle der Raumplanung im Hochwasserrisikomanagement literaturgestützt untersucht und über eine Analyse der Regelungspraxis in der Raumordnung aller Flächenländer beleuchtet wird. Zudem werden die verschiedenen Möglichkeiten für proaktiven und reaktiven Siedlungsrückzug erläutert, wobei auf deutsche und internationale Anwendungsfälle Bezug genommen wird. Zur Erprobung wurde die Option eines proaktiven Siedlungsrückzugs im Kontext des Stadtumbaus bzw. der Städtebauförderung ausgewählt. Dafür wurde ein Planspiel in Sachsen durchgeführt. Dieses hat die Machbarkeit von Siedlungsrückzug aufgezeigt, auch, dass eine koordinierte Strategie von Stadt- und Regionalplanung in Abstimmung mit der Städtebauförderung und der Wasserwirtschaft erforderlich ist.

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