Was zeigen uns die Dinge? Lernen als Displacement
Author(s) -
Anja Kraus
Publication year - 2013
Publication title -
zeitschrift für erziehungswissenschaft
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.449
H-Index - 19
eISSN - 1862-5215
pISSN - 1434-663X
DOI - 10.1007/s11618-013-0418-9
Subject(s) - humanities , philosophy
For cultural phenomena and thus also for the cultures of education it is of major importance where objects are located and how they are dealt with. The way we handle things sheds light on both individual and social realities which, in turn, are also reproduced in our manner of treating them. Käte Meyer-Drawe (Illusionen von Autonomie. Diesseits von Ohnmacht und Allmacht des Ich, 1990) therefore speaks of the person as a "sujet-subject". In the context of learning and teaching in school, things are closely related to "showing" as a form of action (Prange, Die Zeigestruktur der Erziehung: Grundriss der Operativen Pädagogik, 2005). In addition to educational practices such as explaining something specific to a person or a group we also find showing in the sense of a "meaning-creating surplus" (Böhm Wie Bilder Sinn erzeugen – Die Macht des Zeigens, 2007). Nonverbal, material, imaginary and bodily realities are then placed alongside verbal-discursive realities. To demonstrate the many different forms of "showing" is relevant not only for the further development of the theory of educational approaches to learning, but also opens up empirical approaches to educational phenomena.Für kulturelle Erscheinungen, so auch für die Kulturen der Bildung, ist zentral von Belang, welche Gegenstände sich wo befinden und wie mit ihnen verfahren wird. Unser Umgang mit den Dingen gibt Aufschluss über individuelle wie soziale Realitäten, die sich in diesem auch wiederum reproduzieren. Käte Meyer-Drawe (Illusionen von Autonomie. Diesseits von Ohnmacht und Allmacht des Ich, 1990) spricht von der Person daher als von einem Sujet-Subjekt. Im Zusammenhang des Lernens und Lehrens in der Schule stehen die Dinge eng mit der Handlungsform des „Zeigens“ (Prange, Die Zeigestruktur der Erziehung: Grundriss der Operativen Pädagogik, 2005) in Verbindung. Über gezielte pädagogische Praktiken wie etwa das Erklären von etwas Bestimmten einer Person oder einer Gruppe hinaus findet sich hier auch ein Zeigen im Sinne eines „sinnerzeugenden Überschusses“ (Böhm Wie Bilder Sinn erzeugen – Die Macht des Zeigens, 2007). Verbal-diskursiven werden dann nonverbale, materiale, imaginäre und körperliche Realitäten beigestellt. Ein Aufweis der vielen verschiedenen Formen des „Zeigens“ ist nicht nur für die weitere theoretische Herausarbeitung pädagogischer Zugänge zum Lernen von Belang, sondern sie erschließt auch empirische Zugänge zu pädagogischen Phänomenen
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