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Bemerkungen zum Versuch von Hohenemser
Author(s) -
Betten J.
Publication year - 1975
Publication title -
zamm ‐ journal of applied mathematics and mechanics / zeitschrift für angewandte mathematik und mechanik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.449
H-Index - 51
eISSN - 1521-4001
pISSN - 0044-2267
DOI - 10.1002/zamm.19750550304
Subject(s) - philosophy
Der Versuch von Hohenemser wird bisweilen zum Nachweis der Gültigkeit der „Deformationszuwachstheorie” bzw. der „Deformationstheorie” herangezogen. Die gute Übereinstimmung der Versuchsergebnisse mit der „Deformations‐theorie”, die trotz „peripherem” Belastungsweg gegeben ist, ist vereinbar mit einer vom Verfasser früher angegebenen Integrationsbedingung. Um eine bessere Anpassungsmöglichkeit an alle im Schrifttum vorliegenden Versuchsergebnisse zu haben, werden zwei verallgemeinerte Spannungs‐Dehnungs‐Beziehungen angegeben, die im Sonderfall zwanglos in den Pragerschen bzw. Neuberschen Ansatz übergehen. Es wird weiterhin gezeigt, daß für die Prandtl‐Reuss‐Theorie mit dem Pragerschen Ansatz und die Henckysche Theorie mit der Neuberschen Charakteristik übereinstimmt. Weiterhin wird gezeigt, daß auf der Basis der Hill‐Bedingung eine schlechtere Übereinstimmung der Deformations‐zuwachstheorie mit den Versuchsergebnissen von Hohenemser erreicht wird, d. h., die Versuchsrohre verhielten sich eher isotrop als orthotrop anisotrop. Benutzt man Fließbedingungen, die sowohl die zweite als auch die dritte Invariante berücksichtigen, dann erhält man eine bessere Übereinstimmung mit den Versuchsergebnissen. Schließlich wird noch der Einfluß von Eigenspannungen untersucht.