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Über die Beeinflussung von Schwingungen durch einen Stoßkörper II . Das Vertikal‐System
Author(s) -
Kuphal Klaus
Publication year - 1965
Publication title -
zamm ‐ journal of applied mathematics and mechanics / zeitschrift für angewandte mathematik und mechanik
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.449
H-Index - 51
eISSN - 1521-4001
pISSN - 0044-2267
DOI - 10.1002/zamm.19650450607
Subject(s) - physics
Für einen Vertikal‐Schwinger, der von einer harmonischen Kraft erregt wird und von einem über ihm frei beweglichen Körper Stöße erhält, werden die einfachsten periodischen Bewegungen mit sofortiger Trennung der Körper nach dem Stoß berechnet und deren Stabilität mit einer Störungsrechnung erster Näherung ermittelt. Es ergeben sich anhand von Stabilitätskarten für das Massenverhältnis μ = 1/10 und für Stoßzahlen zwischen 0 und 1 stabile Bewegungen nur für sehr wenige Kombinationen der beiden Parameter Erregerkraft P und ‐Frequenzverhältnis η = Ω/ω. Insbesondere ist die wichtige Resonanzstelle η = 1 instabil. Kleinere Amplituden als im Falle des Fehlens eines Stoßkörpers besitzen nur die Bewegungen für ≈ 0,7. Daher ist, wenn man nur diese einfachsten periodischen Bewegungen zuläßt, dieses Vertikal‐System als Tilger unbrauchbar. Im Falle rein plastischer Stöße und solcher Ausgangsparameter, bei denen der Stoßkörper eine Zeitlang auf dem Hauptkörper liegenbleibt, besitzt das System jedoch gerade für η = 1 gute Dämpfungseigenschaften; für diesen Fall darf die Erregerkraft‐Amplitude das doppelte Stoßkörper‐Gewicht nicht überschreiten, und die Hauptkörper‐Beschleunigung muß größer sein als die Erdbeschleunigung g. Bei 2,5 g wird die größte Dämpfung, nämlich das „ersetzende Dämpfungsmaß” 0,34 μ erreicht. Diese Ergebnisse werden durch Experimente mit Schüttgut als Stoßkörper bestätigt.