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Polysulfonylamine. CLXIV Kristallstrukturen von Metall‐di(methansulfonyl)amiden. Dithallium‐tris(dimesylamido‐N)argentat: Ein zweidimensionales Koordinationspolymer
Author(s) -
Latorre Violeta,
Jones Peter G.,
Moers Oliver,
Blaschette Armand
Publication year - 2003
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.200300095
Subject(s) - chemistry , crystallography , physics , stereochemistry
Die Schichtstruktur des zufällig isolierten Komplexsalzes Tl 2 [Ag{N(SO 2 Me) 2 } 3 ] (monoklin, Raumgruppe P 2 1 / n , Z ′ = 1) weist zwei neuartige Aspekte auf, nämlich ein (MeSO 2 ) 2 N — ‐Ion, das ungewöhnlich stark von der C 2 ‐symmetrischen Standardkonformation dieser Spezies abweicht und näher an Spiegelsymmetrie heranreicht, und ein Tris(dimesylamido)argentat‐Anion mit trigonal‐planarem AgN 3 ‐Gerüst, Ag—N‐Bindungslängen von 225, 6(6), 226, 0(6) und 236, 3(6) pm sowie N—Ag—N‐Winkeln im Einklang mit dem VSEPR‐Modell [149, 8(2) vs. 102, 8(2) und 107, 3(2)°]. Die unabhängigen Thalliumionen und die komplexen Gegenionen bilden Monoschicht‐Substrukturen, in welchen Tl(1) zu einer (O 6 )‐, Tl(2) zu einer (O 5 )‐Umgebung gelangt; die Monoschichten assoziieren sich über einen einzigen unabhängigen Satz von Tl(2)—O‐Bindungen zu Doppelschichten, so daß auch Tl(2) im Endeffekt die Koordinationszahl sechs erreicht. Beide TlO 6 ‐Polyeder entsprechen extrem deformierten Oktaedern, wobei sich in der Winkelverzerrung die stereochemische Aktivität des 6s‐Valenzelektronenpaars zu äußern scheint. Dem zweidimensionalen Ag—N/Tl—O‐Bindungssystem tritt ein dreidimensionales Netzwerk schwacher (C—H···O)‐Wasserstoffbrücken zur Seite.
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