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Neue Komplexbildner auf der Basis stickstoffhaltiger Oxalsäurederivate
Author(s) -
Döring M.,
Görls H.,
Beckert R.
Publication year - 1994
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19946200328
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , cobalt , stereochemistry , organic chemistry
Heterocyclen mit einer exocyclischen 1,4‐Diaza‐1,3‐dien‐Struktur 5a–d besitzen in Analogie zu den Diazadienen (DAD) 1 α‐Donor und π‐Akzeptoreigenschaften. Durch vergleichende Untersuchungen an deren Molybdäncarbonylkomplexen 11 und 12 konnte festgestellt werden, daß der σ‐Bindungscharakter dominant ist und nur geringe π‐Rückbindungsanteile vorliegen, vergleichbar mit Verbindung (CO) 4 Mo(iPYC) 14 , einem Komplex des Pyridin‐2‐carbaldehyd‐isopropylimins (iPYC). Der Vorläufer dieser Heterocyclen, das Oxalamidin 4 (TPOA), liegt als Molekül in einer s‐trans‐(E/E)‐Form mit zwei stabilen intramolekularen Wasserstoffbrücken vor. 4 bildet mit Eisen(II)‐ bzw. Cobalt(II)‐chloriden polymere Koordinationsverbindungen 8 und 9 . Mit Molybdänhexacarbonyl reagiert 4 analog den Diazadienen 1 unter Substitution zweier Carbonyl‐gruppen zu (CO) 4 Mo(TPOA) 10 . In 10 liegt der Ligand 4 in der s‐cis‐(E/E)‐Form vor, wobei keine Wasserstoffbrücken‐bindungen mehr beobachtet werden. Von 4 und 10 wurden Röntgenstrukturanalysen angefertigt. Am koordinativ fixierten Oxalamidin in 10 können Cyclisierungsreaktionen durchgeführt werden.