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M 3 NS 3 , die ersten Nitridsulfide der Lanthanide (M = LaNd, Sm)
Author(s) -
Lissner Falk,
Schleid Thomas
Publication year - 1993
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19936191025
Subject(s) - chemistry , lanthanide , crystallography , ion , organic chemistry
Die Oxidation der “leichten” Lanthanide (M = LaNd, Sm) mit äquimolaren Mengen an Schwefel in Gegenwart von NaN 3 als Stickstoff‐Quelle liefert die ersten Nitridsulfide der Lanthanide: M 3 NS 3 (evakuierte Quarzampullen, etwas NaCl als Flußmittel, 850°C, 7 d). NaCl wird anschließend mit Wasser aus dem hydrolyse‐unempfindlichen Rohprodukt (sehr feine, blaß‐ bzw. orange‐gelbe bis bernsteinfarbene, transparente Nadeln, oft zu filzartigen Büscheln verwachsen) her‐ ausgelöst. Die Kristallstruktur wurde über Einkristalldaten am Beispiel von Sm 3 NS 3 (orthorhombisch, Pnma (Nr. 62); a = 1 201,18(7), b = 394,32(3), c = 1 285,27(6) pm, Z = 4, R = 0,027, R w = 0,024) bestimmt. Alle dargestellten Nitridsulfide (M 3 NS 3 , M = LaNd) sind nach Guinier‐Pulveraufnahmen isotyp. In der Struktur liegen drei kristallographisch unterschiedliche M 3+ ‐Kationen in sechs (1 X) bzw. siebenfacher (2 X) Koordination der Anionen (N 3− und S 2− ) vor. [(N 3− )(M 3+ ) 4 ]‐Tetraeder, über zwei Ecken zu linearen Ketten   ∞ 1 [N(M1) 1/1 (M2) 1/1 (M3) 2/2 ] 6+ verknüpft, bilden das strukturelle Hauptmerkmal. Nach Art einer dichtesten “Stabpackung” gebündelt, werden diese durch drei kristallographisch unterschiedliche S 2− zusammengehalten, die für Ladungsausgleich und dreidimensionale Vernetzung sorgen.

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