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Redox‐Reaktionen im quasi‐binären System InClSnCl 2 , zur Korrektur des Phasendiagramms
Author(s) -
Beck H. P.,
Wilhelm D.,
HartlGunselmann A.
Publication year - 1991
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19916020107
Subject(s) - chemistry , redox , stereochemistry , bin , medicinal chemistry , crystallography , inorganic chemistry , algorithm , computer science
Das früher publizierte Phasendiagramm für das System InClSnCl 2 wird korrigiert. Das System ist nur bis zu Gehalten von 50 Mol% InCl quasi‐binär. Bei höheren Konzentrationen an InCl findet die Redox‐Reaktion In + + Sn 2+ → In 3+ + Sn 0 statt, und metallisches Sn scheidet sich aus den Gemengen der binären Komponenten aus. Bei niedrigen InCl‐Konzentrationen sind die Verbindungen In 2 Sn 5 Cl 12 , InSn 2 Cl 5 und InSnCl 3 thermodynamisch stabil; bei höheren Konzentrationen existieren nur die binären In‐Chloride In 4 Cl 6 bzw. In 7 Cl 9 im Gleichgewicht mit Sn Metall. In der Schmelze beginnt diese Redox‐Reaktion bereits bei sehr viel niedrigeren Konzentrationen an In + . Es wird diskutiert, wie die Gitterenergie der binären und ternären Halogenide, die sich miteinander im Gleichgewicht befinden, das Reduktionspotential des In + in den Festkörpern bestimmt.