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Bildung siliciumorganischer Verbindungen. 97. Über den Einfluß der Si‐Substituenten (Me, Cl) auf Bildung und Reaktion von Yliden
Author(s) -
Fritz G.,
Schick W.
Publication year - 1984
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19845110413
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , stereochemistry
Die am Si‐Atom unterschiedlich chlorierten und methylierten 1,3‐Disilapropane mit der CCl 2 ‐Gruppe ermöglichen die Spaltung von Me 3 SiPMe 2 unter Bildung der P‐halogenierten Phosphorylide, wobei mit steigendem Methylierungsgrad die Reaktivität abnimmt. Die Umsetzungen verlaufen in folgender Reaktionsfolge:Das Ylid C kann mit der nicht umgesetzten Ausgangsverbindung A zu B zurückreagieren oder es zersetzt sich in einer Konkurrenzreaktion zu D. Bei Si‐chlorierten Yliden wird die Bildung von D nicht beobachtet. In Si‐methylierten Yliden wie (Me 3 Si) 2 CPMe 2 PMe 2 und (Me 3 Si) 2 CPMe 2 P(Me)SiMe 3 vermag das Ylid‐C‐Atom ein H‐Atom aus der PCH 3 ‐Gruppe oder der PH‐Gruppe des dreibindigen Phosphors zu abstrahieren unter Bildung von (Me 3 Si) 2 C(H)PMe 2 . Die Umlagerung wird anhand deuterierter Derivate belegt. Das unterschiedliche Verhalten wird auf die erhöhte Basizität des Ylid‐C‐Atoms in den Si‐methylierten Phosphoryliden zurückgeführt. Ganz entsprechend verhalten sich die Phosphorylide 1,3,5‐Trisilacyclohexans.