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Untersuchungen an Polypseudohalogeniden. 3 . Darstellung und Kristallstruktur von Kaliumdicyanoiodat(I)‐Diiminooxalsäurediethylester (1/1), K[I(CN) 2 ] · C 6 H 12 N 2 O 2
Author(s) -
Tebbe K.F.,
Fröhlich R.
Publication year - 1983
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19835051002
Subject(s) - chemistry
Die neue Verbindung K[I(CN) 2 ] · C 6 H 12 N 2 O 2 , C 8 H 12 IKN 4 O 2 , entsteht bei der Reaktion einer wäßrigen Kaliumcyanid‐Lösung mit einer ethanolischen Iodcyan‐Lösung bei 255 K oder bei der direkten Fällung aus den Komponenten Kaliumcyanid, Iodcyan und Diiminooxalsäurediethylester in verschiedenen Lösungsmitteln. Sie wurde analytisch, spektroskopisch und mit röntgenographischen Einkristallmethoden charakterisiert. Die Substanz kristallisiert bei Raumtemperatur triklin in der Raumgruppe P 1 mit a = 428,5 pm, b = 925,9 pm, c = 1035,0 pm, α = 63,41°, β = 76,33°, γ = 78,58° und Z = 1. Die Struktur läßt die Beschreibung als Salz‐Solvat zu, das aus dem Kalium‐Ion, dem Trihalogenid‐analogen Dicyanoiodat(I)‐Ion und dem Molekül C 6 H 12 N 2 O 2 aufgebaut wird. Das Anion (Punktsymmetrie 1 ) ist mit einem gegenüber dem Iodcyan deutlich aufgeweiteten Abstand d(IC) = 230,2 pm annähernd gestreckt. Die Struktur des hier erstmals in einem kristallinen Festkörper charakterisierten Diiminooxalsäurediethylesters entspricht der Erwartung. Die Kristallstruktur läßt sich in eine längs [0 1 0] wechselnde Folge ionischer und molekularer Schichten gliedern.