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Die Fällung des Pd II als [Pd(NH 3 ) 2 Cl 2 ] sowie das Verhalten verschiedener Begleitelemente
Author(s) -
Knothe Max
Publication year - 1983
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19835030823
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry , polymer chemistry
Die Abhängigkeit der [Pd(NH 3 ) 2 Cl 2 ]‐Fällung von den Reaktionsbedingungen (pH‐Wert, Cl − ‐Gehalt, Reaktionszeit und ‐temperatur) wurde untersucht; die Pd‐Restgehalte in der Mutterlauge hingen signifikant nur von der Fälltemperatur ab (C Pd : 20°C: 1,65 ± 0,11 mM; 50°C: 6,70 ± 0,58 mM). Das Ansteigen der Pd‐Gehalte beruhte auf der Bildung von Pd(NH 3 )Cl 3 − . Von den untersuchten Begleitelementen fielen im NH 3 ‐Medium Cr, Ru und Au weitgehend aus. Bei der anschließenden Fällung des [Pd(NH 3 ) 2 Cl 2 ] bestand folgende Reihenfolge der Mitfällung:\documentclass{article}\pagestyle{empty}\begin{document}$$ {\rm Au}^{{\rm III}} \approx {\rm Ag > Pt}^{{\rm IV}} \approx {\rm Ru}^{{\rm III}} \gg {\rm Rh}^{{\rm III}} \approx {\rm Ru}^{{\rm IV}} {\rm NO > Cu}^{{\rm II}} \approx {\rm Co}^{{\rm II}} \approx {\rm Pt}^{{\rm II}} > {\rm Ir}^{{\rm III}} \approx {\rm Ir}^{{\rm IV}}. $$\end{document} Die ersten vier Elemente wurden durch wiederholte Umfällung nur unvollständig abgetrennt. Die Mitfällung der Pt‐Metalle und des Au hing stark von der vorherigen Bildung komplexer Ammine dieser Elemente ab. Die starke Mitfällung des Pt IV beruhte vermutlich auf der Bildung gemischter Pd/Pt‐Verbindungen, während die anderen Begleiter adsorptiv am [Pd(NH 3 ) 2 Cl 2 ] gebunden werden.