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Beiträge zur Chemie des Phosphors. 122. 1,2,3,4‐Tetra‐ tert ‐butyl‐tetraphosphan, H(PBu t )–(PBu t ) 2 –(PBu t )H – ein stabiles kettenförmiges Tetraphosphan
Author(s) -
Baudler M.,
Reuschenbach G.,
Hellmann J.,
Hahn J.
Publication year - 1983
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19834990411
Subject(s) - chemistry , tetra , stereochemistry , medicinal chemistry
Die Alkoholyse von 1,2,3,4‐Tetra‐ tert ‐butyl‐1,4‐bis(trimethylsilyl)‐tetraphosphan, (Me 3 Si) 2 (PBu t ) 4 , ergibt die bislang unbekannte Titelverbindung 1 , die das erste teilsubstituierte, bei Raumtemperatur beständige Derivat von n ‐Tetraphosphan(6), n ‐P 4 H 6 , ist. 1 wird auch bei der Reaktion von 1,4‐Dikalium‐1,2,3,4‐tetra‐ tert ‐butyl‐tetraphosphid, K 2 (PBu t ) 4 , mit tert ‐Butylchlorid erhalten. In Lösung bildet 1 die drei Diastereomeren 1d ( threo / d , l / threo ), 1f ( erythro / threo / threo ) und 1b ( erythro / d , l / erythro ) im Verhältnis von etwa 10:5:1. Ihre Zuordnung zu den 31 P‐NMR‐spektroskopisch beobachteten Spinsystemen ergibt sich aus der bevorzugten trans ‐Anordnung benachbarter tert ‐Butylgruppen, der Diederwinkelabhängigkeit der 1 J(PP)‐Kopplungskonstante und der 3 J(PP)‐Long Range‐Kopplung. Die Konfiguration und Konformation der existierenden Isomeren wird durch die all ‐ trans ‐Anordnung der tert ‐Butylgruppen und die Tendenz zur gauche ‐Stellung benachbarter freier Elektronenpaare bestimmt.