z-logo
Premium
Zum Verhalten von Cobalt(II) und Eisen(III) bei der Flüssig‐Flüssig‐Extraktion mit pyridylsubstituierten Benzensulfonamiden
Author(s) -
Uhlig E.,
Döring M.
Publication year - 1982
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19824920106
Subject(s) - chemistry , cobalt , medicinal chemistry , inorganic chemistry
Als Modelle für die in der Patentliteratur empfohlenen Metallextraktionsmittel auf Sulfonamidbasis (LIX 34 u.a.) werden pyridylsubstituierte Benzensulfonamide N 3 NHSO 2 R und N 2 NHSO 2 R auf ihr komplexchemisches Verhalten gegenüber Cobalt(II) und Eisen(III) untersucht. Co(N 3 NSO 2 R) 2 hat eine stark verzerrte tetraedrische Struktur. Auf Grund der Strukturdaten wird eine π‐Rückgabebindung vom Cobalt zum Amidstickstoff diskutiert, die eine gegenüber normalen Cobalt(II)‐Komplexen erhöhte effektive Ladung des Zentralatoms erzeugt. Deshalb gelingt es unter normalen Bedingungen nicht, Co(N 3 NSO 2 R) 2 zu oxidieren, wohl aber zu reduzieren. Co(N 2 NSO 2 R) 2 ist tetramer, über Sulfonamidbrücken wird die Koordinationszahl 5 erreicht. Eisen(III) bildet die Komplexsalze [Fe(N 3 NHSO 2 R) 2 (N 3 NSO 2 R)](NO 3 ) 2 · xH 2 O und [Fe(N 2 NHSO 2 R) 2 (N 2 NSO 2 R)](NO 3 ) 2 · xH 2 O, die zum Low‐Spin‐Typ gehören und in organischen Lösungsmitteln nicht löslich sind. Darin liegt die Erklärung für den Befund, daß im Falle der Metallextraktionsmittel auf Sulfonamidbasis die Kupfer(II)‐Eisen(III)‐Trennung keine Probleme bringt.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here