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Die Pyridinaddukte der Goldhalogenide. 1. Darstellung und Struktur von [Hpy][AuCl 4 ], AuCl 3 · py, [AuCl 2 (py) 2 ]Cl · H 2 O und [AuCl 2 (py) 2 ][AuCl 2 ]
Author(s) -
Adams HansNorbert,
Strähle Joachim
Publication year - 1982
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19824850107
Subject(s) - chemistry , crystal structure , crystallography , stereochemistry
HAuCl 4 bildet mit Pyridin in wäßriger Lösung schwerlösliches [Hpy] [AuCl 4 ], das mit überschüssigem Pyridin als [AuCl 2 (py) 2 ] + wieder in Lösung geht. [Hpy][AuCl 4 ] zersetzt sich oberhalb 195°C in HCl und AuCl 3 · py, das man auch aus NaAuCl 4 und Pyridin erhalten kann. AuCl 2 · py entsteht bei der Reaktion von AuCl 2 · S(CH 2 C 6 H 4 ) 2 mit Pyridin in Chloroform. Das Schwingungsspektrum zeigt, daß es aus trans[AuCl 2 (py) 2 ]‐Kationen und [AuCl 2 ]‐Anionen aufgebaut ist. Die IR‐Spektren von [Hpy][AuCl 4 ], AuCl 3 · py und [AuCl 2 (py) 2 ]Cl · H 2 O werden diskutiert und auf der Grundlage der Kristallstruktur zugeordnet. [Hpy][AuCl 4 ] kristallisiert monoklin in der Raumgruppe C2/m. In der Struktur beobachtet man alternierende Schichten aus [Hpy] + ‐Kationen und [AuCl 4 ] − ‐Anionen. Im monoklinen AuCl 3 + py (Raumgruppe C2/c) liegen neutrale AuCl 3 · py‐Komplexe vor, in denen das Goldatom quadratisch‐planar von drei Cl‐Atomen und einem Pyridinmolekül umgeben ist. Durch zwei weiter entfernte Cl‐Atome benachbarter Komplexe wird die Koordination zu einem gestreckten Oktaeder ergänzt. [AuCl 2 (py) 2 ]Cl · H 2 O kristallisiert in der monoklinen Raumgruppe P2 1 /n. Es bildet planare trans[AuCl 2 (py) 2 ] + ‐Kationen, an die noch ein Cl − ‐Ion und ein H 2 O‐Molekül lose koordiniert sind. Die AuCl‐Abstände liegen in den untersuchten Komplexen zwischen 227 und 229 pm, die AuN‐Abstände zwischen 197 und 199 pm.