Premium
Strukturuntersuchungen an S IV N 3 ‐Gruppierungen. IV [1‐3]
Author(s) -
Gieren A.,
Dederer B.,
Abelein I.
Publication year - 1980
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19804700125
Subject(s) - chemistry , stereochemistry , crystallography , medicinal chemistry
Die Röntgenstrukturanalysen der Titelverbindungen 3 und 4 werden be‐schrieben. Die pyramidale S IV N 3 ‐Einheit in 3 und 4 enthält, wie diejenige in 2,5‐Diphenyl‐1‐phenyl‐imino‐1λ 4 , 2,5‐thiadiazolidin‐3,4‐dion ( 1 ), zwei Typen von S IV –N‐Bindungen. Die exocyclische S IV –N‐Bindung ist deutlich kürzer als die beiden endocyclischen. Die Bindungsverhältnisse in 3 und 4 gleichen bezüglich der S = N‐Doppelbindung mehr denjenigen in Schwefeldiimiden mit zweifach koordiniertem, vierwertigem Schwefel als denjenigen in N ‐Sulfonylsulfiliminen oder in der SN 3 ‐Einheit des Tris(tosyl)schwefeltriimid‐Dianions ( 2 ) mit dreifach koordiniertem, vierwertigem Schwefel. Eine generelle Abhängigkeit der S IV N‐Doppelbindungslänge von der Koordinationszahl des Schwefels ist daher nicht gegeben. Wie in 1 ist der fünfgliedrige 1λ 4 ,2,5‐Thiadiazolidinring in 3 und 4 nicht eben. Er weist eine Briefumschlagkonformation auf, bei der der Schwefel aus der Ebene der anderen Ringatome herausragt.