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Synthese und Kristallstruktur von TiP 2 S 6
Author(s) -
Jandali M. Z.,
Eulenberger G.,
Hahn H.
Publication year - 1980
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19804700106
Subject(s) - chemistry , crystallography , stereochemistry
TiP 2 S 6 kristallisiert orthorhombisch in der Raumgruppe Fdd2 mit a = 10,842(4), b = 7,440(5), c = 21,535(6) Å und Z = 8. Ans 548 beobachteten symmetrieunabhängigen Reflexintensitäten, die auf einem automatischen Zweikreis‐Einkristalldiffraktometer gemessen wurden, konnte die Kristallstruktur mit Hilfe einer direkten Methode bestimmt und bis R = 0,112 verfeinert werden. In der Kristallstruktur von TiP 2 S 6 treten P 2 S 6 ‐Gruppen auf, wie sie für die Hexathiohypodiphosphate charakteristisch sind. Jedes P‐Atom ist tetraedrisch von drei S‐Atomen (mittlerer Abstand 2,039 Å) und einem weiteren P‐Atom in Abstand von 2,207 Å umgeben. TiP 2 S 6 kann daher als Titan (IV) ‐hexathiohypodiphosphat interpretiert werden. Die P‐‐P‐Atompaare liegen jeweils parallel orientiert in Ebenen parallel zu (0 0 1).über TiBindungen erfolgt zunächst eine Verknüpfung der P 2 S 6 ‐Gruppen zu Ketten, die ungefähr in Richtung der PP‐Achsen verlaufen. über weitere TiS‐Bindungen erfolgt eine dreidimensionale Vernetzung. Die Ti‐Atome erreichen auf diese Weise eine verzerrte oktaedrische Koordination mit Abständen TiS von 2,433 bis 2,454 Å. TiP 2 S 6 repräsentiert einen neuen Strukturtyp, der mit den bereits bekannten Strukturtypen der Hexathiohypodiphosphate zweiwertiger Metalle keine Verwandtschaft aufweist.