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Uber hexagonale Perowskite mit Kationenfehlstellen. VI. Strukturbestimmung an Ba 8 Re 2 W 3 □ 3 O 24 – der ersten hexagonalen Perowskitstapelvariante vom 24 L‐Typ
Author(s) -
KemmlerSack S.,
Treiber U.
Publication year - 1979
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19794510119
Subject(s) - crystallography , chemistry , physics
Für die hexagonale Perowskitstapelvariante vom rhomboedrischen 24 L‐Typ, Ba 8 Re 2 W 3 □ 3 O 24 , sind acht Stapelfolgen möglich: (6)(2); (4)1(2)1; (5)1(1)1; (5)(3); (3)11(1)11; (1)21(1)12 (jeweils R. G. R 3 m) sowie 4211 und 3221 (jeweils R.G. R3m). Hiervon konnten durch schwingungsspektroskopische Untersuchungen die Sequenzen (6)(2); (5)(3) und 4211 ausgeschieden werden. Nach Intensitätsberechnungen trifft von den fünf restlichen Folgen die Sequenz (1)21(1)12 bzw. chhhhchh zu. Die Struktur besteht aus Fünfer‐ und Dreierblöcken von flächenverknüpften Oktaedern, die untereinander über Ecken verbunden sind. In der idealen Struktur ist im Fünferblock das zweite und vierte Oktaederzentrum und im Dreierblock die zentrale Oktaederlücke nicht besetzt, während sich die Re‐ und W‐Atome in den übrigen Positionen befinden. Mit dieser Verteilung wird ein direkter Kationenkontakt in untereinander flächenverknüpften Oktaedern vermieden. In die Realstruktur werden durch eine teilweise Umverteilung zwischen besetzten und leeren Gitterpositionen des Dreier‐ und Fünferblocks Gitterfehler eingeführt. Der Besetzungsfaktor liegt pro Fehlstelle bei etwa 8%. Der verfeinerte, auf die Intensitäten bezogene Zuverlässigkeitsfaktor R′ beträgt 15,2%.