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Zur Struktur der LiM II M III F 6 ‐Verbindungen. Neue Verbindungen mit M III =In und Ti
Author(s) -
Gaile J.,
Rüdorff W.,
Viebahn W.
Publication year - 1977
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19774300116
Subject(s) - chemistry , crystallography
Die LiM II InF 6 ‐Verbindungen mit M II = Mg, Mn, Co, Ni, Zn, Cd und Ca kristallisieren sämtlich in der Na 2 SiF 6 ‐Struktur. Von den Ti(III)‐Verbindungen kristallisieren LiMgTiF 6 als Trirutil, LiMnTiF 6 in der Na 2 SiF 6 ‐ und in der Trirutilstruktur (HT‐Modifikation), LiCaTiF 6 und LiCdTiF 6 in der Li 2 ZrF 6 ‐Überstruktur. Mit M II = Co, Ni und Zn konnten nur Mischkristalle Trirutil‐MF 2 (Rutil) erhalten werden. Für alle Verbindungen werden die Gitterkonstanten angegeben. Dimorphie Na 2 SiF 6 ‐Trirutil tritt auch bei LiMnVF 6 und LiFeGaF 6 auf. Im System LiNiCrF 6 (Trirutil)‐LiMnCrF 6 (Na 2 SiF 6 ‐Struktur) werden die Phasengrenzen der beiden Strukturen in Abhängigkeit vom Radienverhältnis r M II /r M III ermittelt. Magnetisch gemessen wurden die In‐Verbindungen mit M II = Co und Ni, die Ti(III)‐Verbindungen mit M II = Mg, Zn, Mn sowie α‐ und β‐LiMnVF 6 . Die drei Strukturen treten nur auf, wenn M II im Bereich von 0,6 bis 1,2 Å und M III von 0,5 bis 0,8 Å liegen. Die Stabilitätsbereiche werden durch die Radienverhältnisse r M II/r Li , r M III/r Li und r M II/r M III bestimmt. Es gilt: Trirutil 0,9 bis 1,2, Na 2 SiF 6 1,2 bis ∼1,4 und Li 2 ZrF 6 ‐Überstruktur >1,4. Die Abhängigkeit von den Radienverhältnissen wird mit den verschiedenartigen Oktaederverknüpfungen in diesen Strukturen in Zusammenhang gebracht.