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Zum Einfluß der Ringgröße auf die Struktur von Metallchelaten dreizähliger Liganden. I. Kupfer(II)‐ und Zink(II)‐Chelate des Bis[ß‐(pyridyl‐2)‐äthyl]‐amins und des [ß‐(Pyridyl‐2)‐äthyl]‐[(pyridyl‐2)‐methyl]‐amins
Author(s) -
Uhlig E.,
Borek B.
Publication year - 1976
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19764250305
Subject(s) - chemistry , stereochemistry , chelation , medicinal chemistry , organic chemistry
Die dreizähligen Liganden 2.3‐py 2 tri und 3.3‐py 2 tri bilden mit Kupfer(II)‐Salzen 1.1‐Komplexe, in denen die Koordinationszahl 5 oder 6 beträgt. Der sterisch weniger aufwendige Ligand 2.3‐py 2 tri fungiert auch in den 1.1‐Komplexen des Zinks dreizählig; dagegen induziert 3.3‐py 2 tri, wenn es mit polarisierbaren Anionen wie Chlorid, Bromid und Jodid kombiniert wird, in Zink(II)‐Komplexen eine tetraedrische Struktur. Eines der Pyridinhaftatome bleibt in diesem Fall koordinativ inaktiv. Oktaedrische 1.2‐Komplexe können bei Anwendung eines Überschusses von 2.3‐py 2 tri sowohl mit Kupfer(II) als auch mit Zink(II) erhalten werden. Mit 3.3‐py 2 tri entstehen unter vergleichbaren Bedingungen oligomere Hydroxokomplexe [Cu(3.3‐py 2 tri)(OH)Y] n bzw. Zn 2 (3.3‐py 2 tri) 2 (OH)(ClO 4 ) 3 oder binukleare Verbindungen wie Cu 2 (3.3‐py 2 tri) 3 (ClO 4 ) 4 . In letzterem Fall fungiert das 3.3‐py 2 tri partiell als Brückenligand. Die Liganden 2.3‐py 2 tri und 3.3‐py 2 tri sind trotz ihrer geringeren Basizität und der Versteifung durch die ankondensierten heteroaromatischen Ringe den aliphatischen Aminliganden 2.3‐tri und 3.3‐tri im koordinativen Verhalten nahe verwandt.