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Metallkomplexe mit anionischen Liganden von Elementen der 4. Hauptgruppe. IX. Zum komplexchemischen Verhalten von Trichlorstannid‐und Trichlorgermid‐Ionen gegenüber Komplexen von Übergangsmetallen in niedrigen Oxydationsstufen
Author(s) -
Kruck Th.,
Molls W.
Publication year - 1976
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19764200209
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Unter photochemischen wie auch thermischen Bedingungen werden insbesondere Carbonyl‐trichlorstannido (bzw. trichlorgermido)‐metallat‐Komplexe durch Substitutionsreaktionen von [SnCl 3 ] − ‐ bzw. [GeCl 3 ] − ‐Ionen an den Metallcarbonylen M(CO) 6 (M = Cr, Mo, W), Fe(CO) 5 , Fe 3 (CO) 12 und Co 2 (CO) 8 sowie an den Metallcarbonylderivaten π‐ArenM(CO) 3 (M = Cr, Mo), (h 5 ‐C 5 H 5 )V(CO) 4 , Mn(CO) 5 Cl, Co(NO)(CO) 3 und Fe(NO) 2 (CO) 2 dargestellt und als [N(C 2 H 5 ) 4 ] + ‐ bzw. [As(C 6 H 5 ) 4 ] + ‐Salze isoliert. Anhand der IR‐Spektren werden ihre Bindungsverhältnisse diskutiert. Aus den Reaktionsabläufen und den hierzu erforderlichen Reaktionsbedingungen darf eine unerwartet geringe Nukleophilie der beiden [ECl 3 ] − ‐Liganden (E = Ge, Sn) abgeleitet werden. Obgleich das Trichlorstannid‐Ion — das mit Oktacarbonyldikobalt immerhin noch das Substitutionsprodukt [Co 2 (CO) 7 SnCl 3 ] − liefert, während [GeCl 3 ] − unter analogen Bedingungen bereits eine „Basenreaktion” zum Cl 3 GeCo(CO) 4 und [Co(CO) 4 ] − indiziert — im Vergleich zum Trichlorgermid‐Ion die am schwächsten ausgeprägte Basizität besitzt, kann ein prinzipiell unterschiedliches komplexchemisches Reaktionsverhalten beider Anionen nicht festgestellt werden.