Premium
Der Jahn‐Teller‐Effekt des low‐spin‐konfigurierten Co 2+ ‐Ions in Nitrokomplexen A 2 I M II Co(NO 2 ) 6 . (Teil I: A I = K, Rb; M II = Sr, Ba)
Author(s) -
Backes G.,
Reinen D.
Publication year - 1975
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19754180304
Subject(s) - tetragonal crystal system , jahn–teller effect , crystallography , chemistry , physics , stereochemistry , ion , crystal structure , organic chemistry
Nitrokomplexe A 2 I M II Co(NO 2 ) 6 mit A I = K, Rb und M II = Sr, Ba wurden röntgenographisch sowie ESR‐ und ligandenfeldspektroskopisch bei verschiedenen Temperaturen untersucht. Die CoN 6 ‐Polyeder enthalten Co 2+ im low‐spin‐Zustand. Der 2 E g ‐Grundterm ist als Folge des Jahn‐Teller‐Effektes um etwa 8000 cm −1 aufgespalten. Die pseudotetragonalen (c/a > 1) Tieftemperatur‐Strukturen sind durch eine ferrodistortive Ordnung tetragonal elongierter CoN 6 ‐Oktaeder charakterisiert und gehen in vermutlich kontinuierlichen Phasenübergängen in kubische Gitter mit dynamisch verzerrten CoN 6 ‐Polyedern über. Die Übergangstemperaturen, und damit die Stärke der kooperativen Jahn‐Teller‐Kräfte, werden in sehr empfindlicher Weise von stöchiometrischen Defekten beeinflußt. Aus den anisotropen ESR‐spektroskopischen g‐Werten der Tieftemperaturphasen läßt sich abschätzen, daß der erste angeregte Quartett‐Term 4 A 2g , 4 E g ( 4 T 1g ) etwa 4000 cm −1 über dem 2 A 1g ( 2 E g )‐Grundzustand liegt. Demnach stabilisiert erst die beträchtliche Jahn‐Teller‐Aufspaltung des 2 E g ‐Terms den Dublett‐gegenüber einem 4 T 1g ‐Grundzustand.