z-logo
Premium
Die Kristallstruktur von Bariumamid, Ba(NH 2 ) 2
Author(s) -
Jacobs H.,
Hadenfeldt C.
Publication year - 1975
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19754180207
Subject(s) - chemistry , philosophy , physics
Einkristalle von Bariumamid lassen sich durch Umsetzung von Bariummetall mit Ammoniak nur über sehr lange Zeiträume züchten. Bei − 70° C reagiert Ba mit dem Lösungsmittel so langsam, daß das entstehende Amid gut kristallisiert. Auch bei 125° C bilden sich im Temperaturgefälle aus der Lösung Kristalle. Um etwa 0,1 mm große Individuen zu erhalten, sind in beiden Fällen 3 bis 4 Monate erforderlich. Bariumamid kristallisiert monoklin a = 8,951 Å, b = 12,67 Å, c = 7,037 Å und β = 123,5° mit 8 Formeleinheiten in der Elementarzelle. Die Raumgruppe ist Cc. Alle Atome besetzen darin die allgemeine Punktlage. Die Struktur des Ba(NH 2 ) 2 besitzt zwei kristallchemisch ungleiche Bariumatome. Eins ist unregelmäßig von 8 Amidionen, das andere von 7 Amidionen koordiniert. Die Stickstoffatome haben zueinander durchweg 11 nächste Nachbarn und sind somit relativ dicht gepackt. Im Bariumamid liegt vorwiegend eine Koordinationsverbindung vor, deren wenig symmetrischer Aufbau durch den Dipolcharakter des Anions und Packungseffekte gedeutet werden kann.

This content is not available in your region!

Continue researching here.

Having issues? You can contact us here