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Die Kristallstruktur von Perowskiten A 2 II Ni II M VI O 6 . II. Das Sr 2 NiWO 6
Author(s) -
Köhl P.
Publication year - 1973
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19734010202
Subject(s) - crystallography , physics , chemistry
Es werden die Ergebnisse der röntgenographischen Einkristalluntersuchung des auf den Oktaederplätzen geordneten Perowskits Sr 2 (12) [Ni II W VI ] (6) O 6 (Elpasolittyp) mitgeteilt. Während die Struktur von Sr 2 (12) [Ni II Te VI ] (6) O 6 eine monokline Variante der Perowskit‐(Elpasolit‐)Struktur ist, die bei 675 °K in eine tetragonale Struktur übergeht, kristallisiert Sr 2 NiWO 6 bereits bei 298 °K tetragonal (Raumgruppe: C 4h 5 ; a = b = 5,559 Å, c = 7,918 Å; Z = 2). Die bei der W‐Verbindung gefundenen NiO‐Abstände sind nahezu identisch mit denen im Te‐Perowskit. Entgegen den Erwartungen der elektrostatischen Kristallfeldtheorie können mithin Aufweitungseffekte innerhalb der NiO 6 ‐Oktaeder nicht der Grund für die erheblich (etwa 25%) differierenden Werte des Ligandenfeldstärkeparameters Δ sein. Die Ursache muß vielmehr in geänderten Bindungsverhältnissen innerhalb der NiO 6 ‐Oktaeder der beiden Verbindungen gesucht werden. Auf der Grundlage der ermittelten Strukturen werden die NiO‐Bindungsverhältnisse in den beiden Perowskiten in Abhängigkeit von der auf die oktaedrische Sauerstoffkoordination folgende kationische Umgebung diskutiert.