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Zur Chemie der Kohlenstoffmonochalkogenide. I. Kohlenstoffmonosulfid
Author(s) -
Steudel R.
Publication year - 1968
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19683610309
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Das durch elektrische Zersetzung von gasförmigem CS 2 (0,1 Torr) erhältliche CS läßt sich bei −190°C isolieren und IR‐spektroskopisch nachweisen ( 12 C 23 S: 1274, 13 C 32 S: 1240 cm −1 , Valenzkraftkonstante 8,4 mdyn/Å, Bindungsgrad 2,2). CS zerfällt spontan nach 3 CS → C 3 S 2 + S, wobei als Nebenprodukt ein schwarzes CS‐Mischpolymerisat entsteht. Der Zerfallsmechanismus wird diskutiert. CS reagiert bei 25° mit Selen und Tellur zu SCSe bzw. SCTe, mit Chlor, Brom oder Jod zu den entsprechenden Thiocarbonyhalogeniden. Durch diese Reaktionen ist das CS als carbenanaloge Verbindung charakterisiert. Die Reaktionsprodukte der thermischen und elektrischen Zersetzung von gasförmigem Thiophosgen werden identifiziert, jedoch läßt sich bei diesen Reaktionen kein CS isolieren. Bei der Reaktion von H 2 CCl 2 mit Na 2 S entsteht bei 200–400°C statt Thioformaldehyd ein CS 2 CH 4 ‐Gemisch, was durch eine Dismutierung nach 2H 2 CS → CS 2 + CH 4 erklärt wird.

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