Premium
Beiträge zur Chemie des Arsens. I. Darstellung und Eigenschaften von Diarsen‐tetrajodid
Author(s) -
Baudler M.,
Stassen H.J.
Publication year - 1966
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19663430504
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Das von B AMBERGER und P HILIPP angegebene Darstellungsverfahren für Diarsentetrajodid ergibt ein Gemisch aus As 2 J 4 und AsJ 3 , während die Destillation nach K ARANTASSIS zu einer thermischen Zersetzung der Verbindung führt. Es wird ein Verfahren zur Gewinnung von reinem Diarsen‐tetrajodid durch Umsetzung der Elemente in Octahydrophenanthren bei 220°C und anschließende fraktionierte Kristallisation des gebildeten Gemisches von As 2 J 4 und AsJ 3 aus Schwefelkohlenstoff bei −20°C angegeben. Diarsen‐tetrajodid ist extrem oxydationsempfindlich und reagiert mit Wasser augenblicklich unter Arsen‐Abscheidung. Das D EBYE ‐S CHERRER ‐Diagramm zeigt Ähnlichkeit mit demjenigen von Arsen(III)‐jodid und Diphosphor‐tetrajodid. Die Verbindung schmilzt bei 136–137°C (zugeschmolzenes Rohr unter N 2 ) und ist auch bei 150°C thermisch beständig. Bei 230°C findet eine teilweise Zersetzung in Arsen(III)‐jodid und jodhaltiges Arsen statt; bei der Destillation unter Normaldruck (N 2 ‐Atmosphäre, Badtemperatur 400°C) erfolgt quantitativer Zerfall in Arsen(III)‐jodid und metallisches Arsen.