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Über das Komplexbildungsvermögen der isomeren Pyridoyl‐ferrocenoyl‐methane
Author(s) -
Wolf L.,
Hennig H.
Publication year - 1965
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19653410102
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Die isomeren Pyridoyl‐ferrocenoyl‐methan verbindungen (C 18 H 15 O 2 NFe)\documentclass{article}\pagestyle{empty}\begin{document}$$ \begin{array}{l} {\rm Picolinoyl - ferrocenoyl - methan I}\\ {\rm Nicotinoyl - ferrocenoyl - methan II}\\ {\rm Isonicotinoyl - ferrocenoyl - methan III}\\ \end{array} $$\end{document} zeigen bei Einwirkung direkter sowie indirekter Protonendonatoren charakteristische, durch den Ferrocenylrest hervorgerufene pH‐abhängige Farbreaktionen, welche zunächst an Hand der Salzbildungsreaktion am heterocyclischen Stickstoff erläutert werden. Indirekte Protonendonatoren, insbesondere Kupfer(II)‐chlorid, führen sowohl zu Bildung der Kupfer(II)‐diketonchelate als auch zu dem interessanten gemischten Komplextyp, welcher Salzbildung am Stickstoff und Diketonchelatstruktur in sich vereinigt. Darüber hinaus zeigen sich bei der Umsetzung mit Kupfer(II)‐chlorid noch besondere Effekte, welche auf eine zusätzliche Wechselwirkung des Ferrocenylsubstituenten mit dem komplexbildenden Metallion hindeuten, wobei jedoch Ferricenium‐ und Ferrocenoniumstrukturen auszuschließen sind. Koordinationskonkurrenz einer Pseudo‐oxin‐Struktur hat bei der Diketonchelatbildung von I nicht statt. Zahlreiche Salze der Komplexbildner‐N‐oniumkationen sowie Kupferkomplexe wurden dargestellt. Eine weitere Identifizierung der Komplexbildner bot sich an Hand der Synthese der isomeren 3‐Pyridy‐5‐ferrocenyl‐pyrazole.