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Über die Systeme Alkalimetallchlorid/Chrom(II)‐chlorid
Author(s) -
Seifert HansJoachim,
Klatyk Knut
Publication year - 1964
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19643340302
Subject(s) - chemistry , crystallography
In den Systemen des CrCl 2 mit CsCl, RbCl und kCl treten jeweils Verbindungen des Typs ACrCl 3 und A 2 CrCl 4 auf. Bis auf das Cs 2 CrCl 4 schmelzen sie kongruent. Im System NaCl/CrCl 2 existiert nur das inkongruent schmelzende Na 3 CrCl 5 . Zwischen LiCl und CrCl 2 herrscht auf der LiCl‐reichen Seite Mischkristallbildung, während auf der CrCl 2 ‐reichen Seite das System vom eutektischen Typ ist. In der Mischungslücke bildet sich bei tiefer Temperatur eine Verbindung, deren Zusammensetzung nicht ermittelt werden konnte. CsCrCl 3 kristallisiert im hexagonalen Perowskit‐Typ (CsNiCl 3 ‐Typ). Es liegt demnach keine J AHN ‐T ELLER ‐Verzerrung vor. Das Gitter des RbCrCl 3 ist ähnlich, aber anscheinend von niederer Symmetrie. Die Verbindungen Cs 2 CrCl 4 und Rb 2 CrCl 4 kristallisieren im K 2 NiF 4 ‐Typ; K 2 CrCl 4 ‐Typ; K 2 CrCl 4 wahrscheinlich im gleichen Typ aber, mit verzerrtem Koordinations‐oktaeder. Das Vorliegen tetraedrischer Koordination bei den Verbindungen des Systems CsCl/CuCl 2 wird auf den kleineren Radius des Cu 2+ ‐Ions sowie auf den geringeren Ionenbindugsanteil der Cu–Cl‐Bindung zurückgeführt.