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Neubestimmung der Nahordnung im glasigen Selen, im explosiven Antimon und im β‐ und γ‐Arsen
Author(s) -
Krebs H.,
Steffen R.
Publication year - 1964
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19643270316
Subject(s) - chemistry , physics
Die Streuung von Röntgenstrahlen an amorphen Substanzen (Se, Sb, As) ließ sich ohne die sonst stark störende Fluoreszenzstrahlung sehr genau mit einer lichtstarken BRAGG‐BRENTANO‐Kamera messen, bei der ein gebogener Kristallmonochromator zwischen Präparat und Zähler geschaltet war und γ/2, γ/3 usw. aus dem Bremsspektrum durch einen Impulshöhenanalysator eliminiert wurden. Die Umrechnung in Atomverteilungskurven wurde wesentlich genauer gestaltet durch Verwendung von Integriermaschinen, die die Entwicklung des Integrals mit wachsender Integrationsgrenze kurvenmäßig darstellen. Der Abstand nächst benachbarter Atome im glasigen Selen ist kleiner als in der hexagonal kristallisierten Form, im explosiven Antimon und im β‐ und γ‐Arsen kleiner als in den metallischen Modifikationen. Die Koordinationszahlen sind entsprechend der Bindigkeit 2 für Selen und 3 für explosives Antimon und β‐ und γ‐Arsen. Es werden einige Modelle für die Nahordnung der Atome mit den erhaltenen Atomverteilungskurven verglichen.