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Das Verhalten der Alkalimetalle zu Kupfer, Silber und Gold
Author(s) -
Kienast Gerhard,
Verma Jitendra,
Klemm Wilhelm
Publication year - 1961
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19613100304
Subject(s) - chemistry
Verbindungen der Alkalimetalle mit Kupfer existieren nicht; nur Li löst sich etwas im Cu‐Metall. Silber bildet nach Literaturangaben mit Li mehrere intermetallische Phasen; im System Na/Ag wurde die bisher übersehene Phase NaAg 2 gefunden. Gold bildet mit allen Alkalimetallen Verbindungen. Durch thermische Analyse wurden folgende Phasen nachgewiesen: Li 15 Au 4 , Li 3 Au, δ 1 und δ 2 (∼35 At.‐% Au), β′, β′ 1 , und β′ 2 (zwischen 44,5 und 51%), Li 4 Au 5 , α (60–100%), α 1 (63–83%), α 2 (60%). Na 2 Au, NaAu, NaAu 2 K 2 Au, KAu, KAu 2 , KAu 4 RbAu, RbAu 2 , RbAu 4 , CsAu. Die Strukturen von NaAg 2 , im System Li/Au von Li 15 Au 4 , β′, β′ 1 , β′ 2 , α und α 1 , ferner von RbAu und CsAu konnten aufgeklärt werden. Die untersuchten Systeme zeigen übersichtliche Verhältnisse; die Tendenz zur Verbindungsbildung steigt vom Kupfer zum Gold und vom Caesium zum Lithium. Breitere Homogenitätsgebiete treten nur bei den Li‐haltigen Systemen auf. Die Raumchemie der Legierungen wird besprochen. Bei allen festen Lösungen und Legierungen sind die Alkalimetalle stark kontrahiert; bei nicht zu kleinem Gehalt an Edelmetall finden sich für die Alkalimetalle die „Volumeninkremente in intermetallischen Verbindungen” nach W. Biltz.