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8‐Aminochinolin‐haltige Komplexe des Kobalts
Author(s) -
Nast R.,
Bier H.,
Gremm J.
Publication year - 1961
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19613090508
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Durch Umsetzung wäßrig‐äthanolischer Lösungen von CoX 2 · 6 H 2 O (X Cl; NO 3 ) mit 8‐Aminochinolin („am”) werden schwach gelbe, sauerstoffempfindliche Komplexe des Typs [Co(am) 2 X 2 ] rein dargestellt. In wäßriger Lösung werden diese allmählich gemäß [Co(am) 2 X 2 ] + 2 H 2 O → [Co(am) 2 (H 2 O) 2 ] 2+ + 2 Cl − zu drei‐ionigen Elektrolyten aquotisiert. Damit in Übereinstimmung ist das magnetische Moment dieser Verbindungen, das dem Paramagnetismus 6fach koordinierter Anlagerungs‐bzw. äußerer Durchdringungskomplexe von Kobalt(II) entspricht. Mit REINECKE‐Salz wird das schwach rötliche [Co(am) 2 (H 2 O) 2 ][Cr(NCS) 4 (NH 3 ) 2 ] 2 erhalten. Wäßrige Lösungen des Bis(8‐Aminochinolin)‐kobalt(II)‐chlorids absorbieren Sauerstoff unter teilweiser Bildung des ockerfarbenen, diamagnetischen [Co(am)] 3 Cl 3 . Durch Reaktion von Kobalt(II)‐Salzen schwer deformierbarer Anionen werden unter sonst gleichen Bedingungen gelbe, luftempfindliche Tris(8‐Aminochinolin)‐kobalt(II)‐Komplexe des Typs [Co(am) 3 ]X 2 (X ClO 4 , BF 4 ) gebildet, die durch Leitfähigkeitsmessungen und ihre magnetischen Momente als 3‐ionige Elektrolyte der KZ = 6 charakterisiert wurden. Die IR‐Spektren der Komplexe werden diskutiert.