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Beiträge zur Chemie der Elemente Niob und Tantal. XXVI. Die Oxydchloride Nb 3 O 7 Cl, NbOCl 2 und TaOCl 2
Author(s) -
Schäfer Harald,
Sibbing Engelbert,
Gerken Rudolf
Publication year - 1961
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19613070308
Subject(s) - chemistry
Nb 3 O 7 Cl wurde durch Erhitzen (600°C) von Nb 2 O 5 mit einem NbOCl 3 ‐Überschuß hergestellt. In Gegenwart von O 2 oder Cl 2 erhält man farblose Einkristalle. Wird ohne Zugabe von Oxydationsmitteln gearbeitet, so entstehen blaue Kristalle der gleichen Verbindung. Sie besitzt somit ein Homogenitätsgebiet. Nb 3 O 7 Cl ist mit Hilfe des heterogenen Gleichgewichts Nb 3 O 7 Cl + 4 NbCl 5 g = 7 NbOCl 3 g im Temperaturgefälle transportierbar. NbOCl 2 entsteht bei der Reduktion von NbOCl 3 mit 2 . Zu seiner Darstellung setzt man am besten Nb, NbCl 5 und Nb 2 O 5 und Nb 2 O 5 bei 370/350°C im Einschlußrohr um. Man kann die Synthese mit dem Transport im Temperaturgefälle verbinden, der nach der Gleichung NbOCl 2 + NbCl 5 g = NbOCl 3 g + NbCl 4 g vor sich geht. TaOCl 2 konnte durch Umsetzung von SiO 2 , Ta und TaCl 5 oder von Ta 2 O 5 , Ta und TaCl 5 im Einschlußrohr gewonnen werden. Die Verbindung erwies sich als dem NbOCl 2 in vieler Hinsicht ähnlich und konnte auch auf die analoge Weise im Temperaturgefälle transportiert werden. TaOCl 2 ist diamagnetisch.