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Dichtemessungen. Über die Volumenänderung beim Schmelzen und den Schmelzprozeß bei anorganischen Salzen
Author(s) -
Schinke Herbert,
Sauerwald Franz
Publication year - 1960
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19603040104
Subject(s) - chemistry , physics
Die Volumenänderung beim Schmelzen von LiNO 3 , NaNO 3 , KNO 3 , RbNO 3 , CsNO 3 von Mischphasen NaNO 3 KNO 3 , NaClKCl, ferner von CaCl 2 , SrCl 2 , BaCl 2 , CaBr 2 , SrBr 2 , BaBr 2 , sowie von Ca(NO 3 ) 2 , Sr(NO 3 ) 2 , Ba(NO 3 ) 2 wurde erstmalig systematisch untersucht. Die Diskussion über die Volumina, Raumerfüllungen und Volumensprünge beim Schmelzen der Alkalinitrate weisen auf eine gleiche Struktur von Lithium‐ bis Rubidiumnitrat hin; Caesiumnitrat nimmt wegen einer anderen Hochtemperaturmodifikation, deren genaue Form aber noch ungeklärt ist, eine Sonderstellung ein. Der Gang der Eigenschaftswerte bei den vier leichteren Alkalinitraten ist demnach regelmäßig, der Volumensprung beim Schmelzen ändert sich von LiNO 3 bis RbNO 3 von +21,4 bis −0,23%. Der Wert von −0,23% für RbNO 3 ist der einzige bisher bekannte negative Wert bei Salzen. Im flüssigen Zustand treten keine solchen Besonderheiten der Eigenschaften auf, der Gang der Parameter ist monoton. Mischphasen zeigen eine wesentlich kleinere Volumenänderung beim Schmelzen, als nach einfacher Additivität zu erwarten wäre. Dies erklärt sich zwangsläufig aus der Schmelzpunktsdepression und den verschieden großen Ausdehnungskoeffizienten der festen und flüssigen Stoffe. Die bei den Mischphasen relativ niedrigere Kontraktion beim Erstarren könnte für technische Anwendungen, z. B. bei Flüssigkeitsbädern und Kühlflüssigkeiten, die beim Betrieb erstarren können, von Interesse sein. Bei den Erdalkalihalogeniden zeigen die gemessenen ΔV‐Werte keinen kontinuierlichen Gang, wie dies bei früheren Untersuchungen an Alkalihalogeniden festgestellt wurde. Bei Strontiumbromid wurde wenige Grade unterhalb der Schmelztemperatur eine neue Modifikation entdeckt. Es handelt sich dabei um eine zwischen 647° und der Schmelztemperatur von 651° stabile Kristallart, die wegen ihres kleinen Existenzbereiches auf thermischem Wege nur schwer erkennbar ist.

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