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Über Mischkristalle, die ein zweifach und ein dreifach geladenes Anion enthalten
Author(s) -
Juza Robert,
Uphoff Wilhelm,
Gieren Wilhelm
Publication year - 1957
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19572920111
Subject(s) - chemistry , crystallography , physics
1 Es werden im Flußspatgitter kristallisierende Mischkristalle hergestellt, die auf dem Anionengitter nebeneinander Stickstoff‐ und Sauerstoff‐, Phosphor‐ und Schwefel‐oder Arsen‐ und Selenionen haben. Die Erhöhung der Anionenladung wird durch teilweisen Ersatz der Lithiumionen durch vier‐ oder fünfwertige Kationen kompensiert. 2 In den Nitrid/Oxyd‐Mischkristallsystemen wird vollständige Mischbarkeit mit Li 2 O bei Li 5 SiN 3 und Li 7 VN 4 beobachtet; mit Li 5 GeN 3 und Li 5 TiN 3 ist vollständige Mischbarkeit nur bei Anwesenheit eines Li 3 N‐Überschusses möglich. 3 In den Phosphid/Sulfidsystemen wird vollständige Mischbarkeit mit Li 2 S bei Li 5 SiP 3 und Li 7 VP 4 beobachtet; eine Mischungslücke tritt bei Li 5 TiP 3 auf. 4 In allen untersuchten Arsenid/Selenidsystemen ‐ Li 2 Se mit Li 5 SiAs 3 , Li 5 GeAs 3 , Li 5 TiAs 3 und Li 7 VAs 4 ‐ wird vollständige Mischbarkeit festgestellt. 5 Das Auftreten von Mischungslücken wird mit der Größe des prozentualen Unterschieds der Gitterkonstanten der zwei Komponenten der Systeme in Zusammenhang gebracht.