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Über einige Oxoverbindungen und Doppeloxyde des vierwertigen Vanadins
Author(s) -
Rüdorff W.,
Walter G.,
Becker H.
Publication year - 1956
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19562850321
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Es wird die Darstellung von zwei Natriumvanadaten(IV), Na 2 VO 3 und Na 2 V 2 O 5 , beschrieben. Entsprechende Lithiumvanadate(IV) konnten nicht erhalten werden; die Umsetzung zwischen Li 2 O und VO 2 führt bei 700° zu Vanadin(III)‐ und Vanadin(V)‐verbindungen. CaVO 3 , aus CaO und VO 2 bei 800° erhältlich, kristallisiert im Perowskitgitter mit a = 3,75 ± 0,01 kX. Zwischen Kobaltvanadin(III)‐spinell, CoV 2 O 4 mit a = 8,39 kX und Kobaltvanadin(IV)‐spinell, Co 2 VO 4 , existiert eine Mischphase, die von 0–90 Mol‐% VO 2 reicht. Der reine Vanadin(IV)‐spinell läßt sich nicht darstellen, weil bei der Umsetzung von VO 2 mit CoO in geringem Umfang stets eine Disproportionierung des V 4+ eintritt. Eine dem Kobalttitan(IV)‐oxyd, CoTiO 3 , entsprechende Verbindung tritt im System CoOVO 2 nicht auf, doch lassen sich im Titanat unter Erhaltung der Ilmenitstruktur bis 50% der Ti 4+ ‐Ionen durch V 4+ ‐Ionen ersetzen. Auch die Umsetzung von 1 VO 2 mit 2 MgO führt, wie jetzt gezeigt werden kann, zu keinem einheitlichen Produkt, so daß es den Anschein hat, daß reine Vanadin(IV)‐spinelle, Me 2 VO 4 (Me = Co, Zn, Mg, Mn) wegen des leichten Eintritts von Disproportionierungsreaktionen nicht existenzfähig sind. Im System Nickel—Vanadin—Sauerstoff tritt keine Spinellphase auf.