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Das thermische Verhalten von Natriumdiamidophosphat, Darstellung von kondensierten Imidophosphaten
Author(s) -
Klement R.,
Biberacher G.
Publication year - 1956
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19562850109
Subject(s) - chemistry , medicinal chemistry
Es wird die Darstellung von reinem kristallisiertem Natriumdiamidophosphat beschrieben. – Bei der Erhitzung des entwässerten Salzes auf 160°C im Hochvakuum entsteht ein Gemisch von polymerhomologen Diamido‐imidophosphaten von der allgemeinen Formel Na n P n O 2n (NH) n−1 (NH 2 ) 2 , die sich papierchromatographisch nachweisen lassen. Die Anwesenheit des Gliedes mit n = 2 läßt sich chemisch beweisen durch die Bildung von bekanntem Natrium‐imidodiphosphat mit Hilfe von salpetriger Säure. Bei dieser Reaktion werden die anderen Glieder gleichzeitig in die entsprechenden Verbindungen Na n+2 P n O 2n+2 (NH) n−1 übergeführt mit n = 3 … 6, die sich papierchromatographisch trennen lassen. – Wird die thermische Zersetzung des Na‐diamidophosphates bei Temperaturen bis zu 200° ausgeführt, so bildet sich eine polymer‐homologe Reihe von kondensierten Diamido‐imidophosphaten mit einer Kettenlänge, die im Mittel 6 P‐Atome umfaßt. Bei einer Temperatur von 250° steigt die mittlere Kettenlänge bis zu etwa 18 P‐ Atomen an. Bis zu dieser Kettenlänge sind die Stoffe in Wasser völlig löslich. Die aus den Diamidoderivaten mittels salpetriger Säure darstellbaren kettenförmigen, kondensierten Imidophosphate sind Analoga der bekannten Oligo‐ bzw. Polyphosphate.