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Zur Kenntnis der Schwefelmodifikationen
Author(s) -
Schenk Peter W.
Publication year - 1955
Publication title -
zeitschrift für anorganische und allgemeine chemie
Language(s) - German
Resource type - Journals
SCImago Journal Rank - 0.354
H-Index - 66
eISSN - 1521-3749
pISSN - 0044-2313
DOI - 10.1002/zaac.19552800102
Subject(s) - physics , philosophy , chemistry , medicinal chemistry
Die Bildung des S μ beim Abschrecken hocherhitzter Schwefelschmelzen wird studiert. Der zunächst entstehende plastisch‐elastische Schwefel ist sehr lichtempfindlich. Der S μ ‐Gehalt hängt ab von der Abschrecktemperatur, der Geschwindigkeit des Abschreckens und dem Gehalt an Verunreinigungen. Jedoch wird auch beim Abschrecken von extrem gereinigtem Schwefel S μ gebildet. Der durch Abschrecken entstandene plastisch‐elastische Schwefel enthält S μ , S λ und S π . Letzterer wandelt sich alsbald in ersteren um. Beim Erhärten des plastischen Schwefels kristallisiert nicht nur der S λ als S rh sondern auch der S μ . Dieser kristallisierte S μ ist thermisch und photochemisch ziemlich beständig. Die Vorgänge werden diskutiert auf Grund der Vorstellung, daß in der Schwefelschmelze ein Gleichgewicht zwischen rinförmigem S 8 und offenen S 8 ‐Ketten vorliegt. Bei etwa 160° ist die Konzentration der S 8 ‐Ketten so groß, daß Polymerisation zu langen Ketten einsetzt. Nunmehr liegt ein Gleichgewicht zwischen S 8 ring und S x kette vor, und da mit steigender Temperatur kürzere Ketten gebildet werden, erhöht sich der polymere Anteil. Verunreinigungen, die die Stabilität der Ketten erhöhen, wirken kettenverkürzend und erhöhen den Anteil an Polymerem und damit den Gehalt an S μ . Das bekannte Viskositätsverhalten der Schwefelschmelze entspricht dieser Vorstellung.

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